Buchempfehlung: Personal Kanban von Jim Benson – Tonianne DeMaria Barry

Schon vor längerer Zeit bin ich das erste Mal über Personal Kanban gestolpert und neugierig geworden. Kanban kennen sicherlich die meisten aus der Steuerung von Produktionsprozessen. Die Kanban-Methode lässt sich aber auch im Bereich der individuellen Aufgabenorganisation bzw. in Teams in abgewandelter Form anwenden. In diesem Zusammenhang wird von „Personal Kanban“ gesprochen. Während meiner Recherchen zum Thema bin ich über das Buch von Jim Benson und Tonianne DeMaria Barry gestoßen, dass eine sehr gute Einführung in die Thematik gibt.

Das Buch beginnt zunächst damit die Grundlagen von Personal Kanban zu beschreiben. Nach einem kurze Abriss zu Entstehungsgeschichte, werden die wesentliche Grundprinzipien, nämlich die Visualisierung der Aufgaben und Prozesse sowie die Fokussierung auf wenige Aufgaben in der Bearbeitung, erklärt. Ziel der Methode ist es Abstraktes greifbar zu machen und Klarheit über die erforderlichen Schritte bzw. Aufgaben herzustellen. Die Autoren erklären anschaulich und nachvollziehbar, dass Personal Kanban eine sehr flexible Methode darstellt, die sich an das jeweilige Arbeitsumfeld anpassen lässt.

In den weiteren Kapiteln des Buches werden die ersten Schritte erläutert, wobei zunächst eine einfache Variante eines Kanbanboards als Einstieg empfohlen wird. Das Grundverständnis für die Methode wird dadurch gestärkt. Im weiteren werden die Grundprinzipien vertieft und mit Beispielen aufgezeigt, wie die Methodik den Arbeitsfluss erleichtert und zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beiträgt. Auch hier zeigt sich wie flexibel die Methode an die individuellen Umstände und Bedürfnisse anpassbar ist. Mit Hilfe der Kanban-Methode werden die Prozesse und Abläufe transparent und nachvollziehbar, Engpässe werden sichtbar und damit auch Verbesserungspotentiale greifbar.

Neben der Visualisierung des „Prozesses“ und der Aufgaben spielt die Gewinnung von Informationen für die Retrospektive (die Rückschau zur Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen) eine herausragende Rolle. Ohne die Selbstbeobachtung ist der Grundgedanke der kontinuierlichen Fortentwicklung und Verbesserung nicht realisierbar, der mit zu den Grundprinzipien von Kanban gehört. Auch hierzu geben die Autoren verschiedene Anregungen. Abschließend erhält der Leser im Anhang weitere Anwendungsbeispiele als Anregung für die Praxis und Tipps für den Alltag.

Personal Kanban stellt für mich eine sehr gute Ergänzung zu Methoden wie Getting Things Done dar und lässt sich gut kombinieren. Das Buch enthält viele interessante Anregungen und hat dazu beigetragen, mein Verständnis der Methode zu vertiefen. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Nach der Lektüre dürfte der interessierte Leser ausreichend gerüstet sein, die Methode in die Praxis umzusetzen.

Das Buch ist in der englischsprachigen Originalfassung, aber auch in einer deutschen Übersetzung und als eBook erhältlich.

Zum Buch gibt es ein Blog mit vertiefenden Tipps und Hilfestellungen: http://www.personalkanban.com/pk/blog/. Es gibt im Rahmen einer Facebook-Gruppe, die Möglichkeit sich mit anderen Anwendern auszutauschen. Auf Twitter sind die Autoren via @personalkanban oder über persönliche Accounts @ourfounder (Jim Benson) und @Sprezzatura (Tonianne DeMaria Barry) ansprechbar.

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