#GEDANKENBLITZ: Konstruktive Kritik oder auch Feedback

Ich bin nicht frei von fehl. Wäre seltsam. Denn ich bin schließlich ein menschliches Wesen. Und diese „Unperfektion“ macht das Menschliche mit aus. Daher habe ich auch kein Problem, wenn andere Menschen Kritik an mir üben. Unter der Voraussetzung, dass sie es konstruktiv tun. Für mich muss daher Kritik – auch wenn sie berechtigt ist – auf Augenhöhe kommuniziert und konstruktiv (mit Lösungsvorschlag) sein. Sonst ist sie Mist. Für mich persönlich nicht annehmbar.

Übrigens am Rande vermerkt – ich habe eine kleine Rechtschreibschwäche. Nicht ausgeprägt, daher auch nicht amtlich beurkundet, aber vorhanden. Sie hat während meiner Schulzeit dazu geführt, dass ich mich (nach der Grundschule) auf der Hauptschule wieder gefunden habe. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Weil sie lehrreich war und ist. Ein kleiner, aber lehrreicher Umweg. Und trotzdem habe ich heute eine allgemeine Hochschulreife (kurz Abitur) in der Hosentasche und kann zwei erfolgreich abgeschlossene Hochschulabschlüsse vorweisen. Soviel, an die Herrn Nörgler, die sich gelegentlich via Direktnachrichten bei mir über Rechtschreibfehler im Blog beschweren. Sie mögen es mir verzeihen, wenn ich meinem Unmut dazu nutze, um einen – so bilde ich mir ein – konstruktiven Blogpost zu schreiben. Diese sind es übrigens, die – dafür bin ich ihnen sogar dankbar – mir offenbart haben, dass es da einen kleinen roten Knopf gibt. Einen, der wenn er gedrückt wird, meine unerfreuliche Seite zum Vorschein bringt.

Zurück zum Thema. Die Feedbackregeln sind eigentlich relativ simple und lassen sich kurz und knackig auf den Punkt bringenFeedback soll

  • erbeten sein
  • beschreibend
  • konkret
  • hilfreich
  • zeitnah

sein.

Zusammengefasst: Feedback sollte konstruktiv, wertfrei und auf Augenhöhe erfolgen. Keine Schuldzuweisungen, keine Kritik ohne Lösungsvorschlag, keine „Du bist doof“ und „Ätschibätschi, ich kann es besser wie Du“-Aussagen. Auch die Wortwahl macht die Musik. Und bei einem schriftlichen Feedback (bei dem noch dazu Gestik, Mimik, Tonfall fehlen) gilt erst recht bei der Formulierung besonders darauf zu achten.

Das Thema muss ich eigentlich nicht vertiefen. Es findet sich für jeden, der ein bisschen googelt jede Menge erläuterndes und vertiefendes Material, ohne gleich Regalmeter an Literatur dazu wälzen zu müssen. Was Kommunikation auf Augenhöhe und wertschätzende Kritik bedeutet ist denke ich auch den meisten bekannt. Gehört es doch zu den sozialen Kompetenzen, von denen wir alle überzeugt sind, wir hätten sie (von einigen sehr selbstkritischen Menschen abgesehen). Falls doch nicht bekannt, habe ich einen einfachen und effektiven Vorschlag aus dem Volksmund: „Was Du nicht willst, was man Dir antue, füge keinem anderen zu.“ Funktioniert hervorragend.

Für die Menschen, denen diese – für eine konstruktive Zusammenarbeit notwendige – Kompetenz fehlt hat der Autor Robert E. Sutton übrigens einen schönen Begriff: amtliches Arschloch. Und wir spätestens Dank seines berühmten Buches aus dem Jahr 2006 wissen, sind diese Menschen ein immenser Kostenfaktor für Unternehmen. [Sorry – ich konnte es mir nicht verkneifen, diesen kleine Buchtipp aufzunehmen. Das Buch passte gerade so schön 😉 ].

Und nicht vergessen: Niemand ist perfekt. Und ich meine wirklich niemand.
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