Ach, Du liebe Arbeitszeit!

#Lesempfehlung

Büronymus

Wir Deutschen haben ein gestörtes Verhältnis zur Arbeit. Zumindest kommt es mir so vor, seit ich mir vor einigen Monaten die Freiheit genommen habe, selbstbestimmt zu arbeiten. Und quasi von außen auf die traditionelle Arbeitswelt blicke. Denn trotz aller Lippenbekenntnisse zu Work-Life-Balance: Die meiste Anerkennung findet immer noch derjenige*, der ackert, bis der Arzt kommt. Und das passiert ja auch immer häufiger. Kein Wunder, denn (neben unserer kulturellen Prägung) gibt es eine ganze Medienmaschinerie, die uns suggeriert: Das Glück liegt in exzessiver Arbeit.

Letztens habe ich ausnahmsweise mal einen Krimi im Fernsehen gesehen. (Es hat viele Gründe, warum ich deutsche Fernsehfilme meide. Dass sie auf Klischees herumreiten, ist einer davon.) Also, die Kommissarin hatte wie selbstverständlich auf der Couch im Büro übernachtet. Im Kostümchen. Wurde dann wie selbstverständlich morgens von ihrem Kollegen geweckt und sprang dann IMMER BEREIT auf, um ihren ach-so-wichtigen Job zu erledigen. (Übrigens ohne Waschen, Make-up-Erneuern…

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