Mut und Verzweiflung

Über diese anregende Geschichte und den zugehörigen Blog bin ich heute gestolpert.

Sich und andere Leben

Vor vielen Jahren, irgendwo in den Alpen auf einem Campingplatz, saß ich eines Abends vor meinem Zelt, als festen Schrittes ein kleiner Italienerjunge daher kam. Bei mir angekommen, bemerkte er, dass er sich zwischen den vielen Zelten und Wohnwagen offenbar verlaufen hatte. Das Bambino schlug grinsend die Hände vor sein Gesicht, rief laut „Mamma miiia!“, drehte auf dem Absatz um, und zog munter wieder davon.

Mein Lachen war noch nicht ganz abgeklungen, als schon wieder ein italienischer Winzling den Weg entlang kam – dieser allerdings laut und verzweifelt weinend. Es war klar, dass auch er sich verlaufen hatte, und nun nach seinen Eltern suchte. Ich stand auf, nahm den Knirps wortlos an die Hand, und wir gingen gemeinsam den Weg zwischen den Zelten zurück. Sein Weinen ebbte langsam ab, und ich bog mit ihm – wahllos oder intuitiv – in einen anderen Platzweg ein. Dort löste sich irgendwann seine Hand…

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