Über Ehrlichkeit, Verletzlichkeit und Einen-in-die-Fresse-kriegen

Inspirierende Worte aus der Feder von „Büronymus“ Lydia Krüger:

Büronymus

Wenn ich etwas besonders Ehrliches geschrieben (oder gesagt) habe, wie zum Beispiel hier über Selbstzweifel, bin ich total happy und stolz. Bis zum nächsten Morgen. Dann kommt die Reue: Wie konnte ich nur? Es bleibt ein maues Gefühl im Magen, eine Ahnung von: Verdammt, das war ZU ehrlich. Ich hab zu viel von mir preisgegeben. Ich hab Schwäche gezeigt. Das geht doch nicht! Das ist peinlich.

Es ist ein bisschen so, wie wenn ein Gesprächspartner überraschend anfängt zu heulen. Und dann sitzt man da und zu 80 oder 90 Prozent ist man voller Mitgefühl – aber die restlichen Prozent zischen leise: „Jetzt reiß dich mal zusammen, du Memme!“ Hello again, preußische Erziehung! (Es sei denn, es ist wirklich etwas Schlimmes passiert. Dann sind die Restprozent ruhig. Und man heult einfach mit.) Jedenfalls zischt diese Stimme auch zu mir selbst: „Das war jetzt unnötig. Musst du dein Innenleben hier ausbreiten…

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