Agile Prinzipien – warum das agile Manifest der Softwareentwicklung auch der Sozialwirtschaft den Weg weist

Ein Gastbeitrag von mir im Blog von Hendrik Epe, den ich auch gerne hier weiterempfehlen möchte.

IdeeQuadrat

Gastbeitrag von Thomas Michl


Vor einigen Wochen bat mich Hendrik Epe einen Gastbeitrag zum Thema Agiltät und Sozialwirtschaft zu schreiben.

Als begeisterter Agilist, der selbst immer wieder auch über dieses Thema bloggt, habe ich spontan zugesagt, ohne zu ahnen, auf welche Herausforderung ich mich dabei eingelassen habe. Ich selbst bin nicht in der Sozialwirtschaft tätig, sondern bewege mich in der öffentlichen Verwaltung. Auch besitze ich keine sozialwirtschaftliche Ausbildung. Zwar hat mein Aufgabengebiet zahlreich Schnittstellen in diese Richtung, aber es sind doch zwei verschiedene Schuhe.

Da mir Hendrik es offenbar zutraut, diesen Spagat zu meistern, hoffe ich den geneigten Leser auch tatsächlich nicht zu enttäuschen.

Im Folgenden werde ich versuchen, ausgehend von der Definition, was Sozialwirtschaft überhaupt ist, zu zeigen, dass die agilen Prinzipien – ursprünglich formuliert im „Agilen Manifest der Softwareentwicklung“ – nahezu perfekt auch auf die Sozialwirtschaft übertragbar sind und diese befördern.

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3 Gedanken zu „Agile Prinzipien – warum das agile Manifest der Softwareentwicklung auch der Sozialwirtschaft den Weg weist

  1. Sehr spannend! Historisch hat sich die soziale Arbeit genauso entwickelt: selbstorganisiert. Mit dem Begriff der Sozialwirtschaft tue ich mich etwas schwer, weil er in der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik zu einer Reduzierung der sozialen Arbeit auf ökonomisches Handeln geführt hat. Der andere Teil nennt sich zivilgesellschaftliches Handeln. Die deutsche Sozialpolitik bzw. Soziale Arbeit kennt mehr Facetten. Ich stelle schon seit längerem fest, dass die Digitalisierung in der sozialen Arbeit einen Kulturwandel beschleunigt, der anhand der Prinzipien der Softwareentwicklung gut beschrieben ist. Persönlich schätze ich die beschriebene agile Methode sehr.

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    • Die Reduzierung auf die nackte Ökonomie (im betriebswirtschaftlichen Sinne) ist kein ausschließliches Phänomen des sozial Bereichs, sondern ein flächendeckendes Symptome dafür, dass der eigentliche organisatorische Zweck (das „Warum machen wir das hier“) häufig verloren gegangen wird. Ein Alptraum weberianischen Ausmaßes, denn das „Hilfsmittel“ – Ökonomie – wird zum Selbstzweck. Im sozialen Bereich ist es allerdings besonders traurig, dass der Trend auch dort so gnadenlos durchgebrochen ist.

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