LINKSDERWOCHE | KW 2/2017: Produktivität, Projektmanagement, Agile, Management

Produktivität

Machen-Liste oder Nicht-Machen-Liste, dass ist hier die Frage

Die Not-To-Do-Liste(n) habe ich schon öfter auf dem Schirm gehabt und auch selbst einige Male damit experimentiert. Fazit: für mich funktioniert sie nicht. Aber ich kenne einige Mitstreiter, die sehr gut damit arbeiten können und bei denen sie zu funktioniert. Soll heißen, auch hier gilt probieren geht über studieren. Wenn es hilft – behalten, wenn es nicht hilft, über Bord werfen. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich den folgenden Beitrag von Stephan List, der bereits mehrfach entsprechende Quellen in seinem Blog gesammelt hat.

http://toolblog.de/2017/01/06/wie-sie-eine-not-to-do-liste-anlegen/

Papierlose Ablage

Ganz ehrlich – bei aller Euphorie für alles elektronische – ich kann mich nicht durchringen vollständig papierlos abzulegen. Ohnehin könnte ich dies auch nur privat durchziehen, da in meinem beruflichen Umfeld nach wie vor Papier bevorzugt wird. Zum Teil auch aus nachvollziehbaren Gründen, zum Teil aber auch weil die Kollegen einfach Papier bevorzugen. Das es möglich ist und es dafür noch nicht einmal viel braucht, dass zeigt Euch der folgende Artikel, der im Blog von Joachim Schlosser veröffentlicht wurde. Wer noch mehr Tipps möchte – auch bei Frederic Jordan und im bereits mehrfach erwähnten Toolblog von Stephan List werdet ihr fündig.

http://www.schlosser.info/buero-papierlos-scanner-scanscap/

Selbstorganisation mit Karteikarten

Ich selbst habe es noch nicht probiert – da ich mich zunehmend mit elektronischen Hilfsmitteln organisiere, wird daraus vermutlich auch nichts mehr. Aber sollte ich doch eines Tages wieder zum Papier zurückkehren (sollte mensch nie ausschließen), könnte ich mir vorstellen, mein System mit Karteikarten aufzubauen. Sie sind handlich, passen wunderbar überall rein und vielseitig einsetzbar. Wer also unter Euch eher ein haptischer Mensch ist und aber mit Notizbuch, Papierblock nicht wirklich zufrieden ist – im Blog von Stephan List findet Ihr tolle Anregungen und Ideen zu weiterführenden Seiten:

http://toolblog.de/2017/01/03/poic-wie-sie-sich-selbst-mit-karteikarten-organisieren/

Plädoyer für mehr Offenheit im Leben

Mit Hölderlin im Gepäck wirbt Petra-Alexandra Buhl für einen offeneren Geist. Es mag sein, dass der eine oder andere (manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass es die Bevölkerungsmehrheit ist), Offenheit, als etwas betrachtet, dass mensch mit Vorsicht genießen muss. Offenheit macht verletzlich. Insbesondere wenn mit harten Bandagen im Wettbewerb um den besten Startplatz an der Futterkrippe gekämpft wird (was einem mancherorts permanent eingebläut wird – sogar in ominösen TV-Sendungen). In meinen Augen eine gigantische Fehlentwicklung, die in einem riesigen Rums enden wird. Aber sei es drum, der Blogpost ist der Aufruf zum Gegenteil. Offenheit ist die Devise für 2017 – zumindest für Petra-Alexandra Buhl (und mich). Macht noch jemand mit?

http://buhl-coaching.de/author/2017/01/02/komm-ins-offene-freund-oder-warum-2017-die-antwort-auf-die-frage-wie-einfach-ja-ist/

Projektmanagement

Achtung! Katzencontent

Das IT_Fettchen hat wieder zugeschlagen! Wer den Autor der herrlich satirischen Ergüsse aus der Welt des Projektmanagements noch nicht kennt, sollte unbedingt einen Blick auf den Blog werfen. Es bleibt garantiert kein Auge trocken und trotz der mitunter ironisch-schwarzen satirischen Züge seiner Beiträge, regen die Inhalte jedes Mal ein, auch das eigene Verhalten zu rekapitulieren. So auch in dem aktuellen Blogbeitrag, der erst vor wenigen Tagen erschienen ist: „Über die IT-Regel 18 und Katzen“. Das Fazit des Beitrags: „Hört auf zu versuchen, diese hochkomplexen Prozesse zu steuern. Hochkomplexe Prozesse sollte man nicht steuern, sondern sie vereinfachen oder abschaffen.“ Hier gibt es noch mehr:

https://itfettchen.wordpress.com/2017/01/06/ueber-it-regel-18-und-katzen/

Agile

Ungleichheit im Scrumteam?

Viel wir bereits darüber geschrieben und gesprochen, dass agile Organisationen eine andere Form von Führung voraussetzen. Wenig findet sich allerdings in der Literatur – zumindest der mir bekannten – zum Thema Karriere in agilen Organisationen. Das mag unter anderem daran liegen, dass der Anteil der enthusiastischen Idealisten unter den Agilisten vergleichsweise groß ist. Aber je mehr Kreise das Thema zieht, desto mehr treten dann auch Fragen auf, die in der Szene bisher niemand wirklich auf dem Schirm hatte. Dazu gehört die Vorstellung der klassischen Karriere, die immer noch viele in ihren Köpfen mit sich herumtragen, die in einer agilen Organisation plötzlich unmöglich scheint. Genau in dieses Horn stößt Wolf Steinbrecher in dem folgenden Blogbeitag, den er im Teamwork-Blog veröffentlicht hat, wenn er die Frage der Lohnungleichheit in Scrumteams näher beleuchtet:

http://www.teamworkblog.de/2017/01/ungleichheiten-im-scrum-team-fur-eine.html

Eine agile Transformation funktioniert nur agil.

Marcus Raitner hat sich näher mit der Frage beschäftigt, was der Unterschied zwischen einer tayloristischen Führung und einer agilen Führung in Bezug auf den Veränderungsprozess hin zu einer agilen Organisation ist. Sein Ergebnis: agile Transition kann nur gelingen, wenn der Weg ebenfalls ein agiler ist.

http://fuehrung-erfahren.de/2017/01/von-tayloristischer-unmuendigkeit-zu-agiler-selbstorganisation/

Wie ein Scrumteam aufsetzen?

Mit einem Beispiel aus der Praxis zeigt Ellen Thonfeld auf, dass es gar nicht so einfach ist, ein Scrumteam aufzusetzen. Insbesondere wenn mensch das erste Mal als Scrum Master gefordert wird und obendrein das Ganze Thema noch Neuland ist. Sie gibt in ihrem Artikel Hinweise, welche Hindernisse lauern könnten und auf was geachtet werden sollte.

https://blog.borisgloger.com/2017/01/02/scrummaster-wie-setze-ich-ein-gutes-scrum-team-auf/

Video: Produkt Backlog II

Das nächste Video von Boris Gloger ist da. Ihr erinnert Euch vielleicht, dass ich letzte Woche das Video Produkt Backlog I hier verlinkt habe. Heute gibt es den zweiten Teil dazu. Im ersten Teil ging es um den initialen Backlog. Im heutigen Video liegt der Schwerpunkt im weiteren Aufbau. Viel Spaß beim Anschauen.

https://blog.borisgloger.com/2017/01/03/video-product-backlog-2/https://blog.borisgloger.com/2017/01/03/video-product-backlog-2/

Agile Organisation – was ist das?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer „klassischen“ Organisation und einer „agilen“ Organisation? Klar, ich schreibe oft über Scrum. Aber Scrum ist ein Ansatz zur Organisation von Projekten und Teams. Nicht für eine ganze Organisation. Und die Frage danach ist sicherlich legitim. Natürlich könnte ich dann auf Nexus, SAFe, LeSS verweisen – aber meiner Erfahrung nach ist das für jemanden, der sich damit frisch beschäftigt ziemlich heftiger Tobak. Er will ja erst einen groben Überblick haben. Diesen ersten Überblick bietet der Artikel von Jimmy Janlén, den ich vor Kurzem entdeckt habe. Das Ganze gibt es für die Lesefaulen auch als 11-minütiges Video, wobei ich persönlich die geschriebene Version vorziehe:

http://blog.crisp.se/2017/01/03/jimmyjanlen/transforming-the-pyramid-to-an-agile-org

Was ist eine User Story und wie formuliere ich sie?

Als ich noch relativ frisch am Thema Agilität dran war, stach die Art und Weise wie Anforderungen in Form von User Stories formuliert werden mir sofort ins Auge. Seitdem bin begeistert davon und habe mir angewöhnt nach Möglichkeit Anforderungen in dieser Form zu formulieren. Aber was ist eine User Story und wie entwickelt mensch eine solche? Wie sollte Sie formuliert sein, damit sie zielführend ist? Der folgende Artikel von Cornelius Parkin bietet Anregungen, die ich interessant finde und den Einstieg erleichtern:

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/january/create-smart-user-stories-with-the-definition-of-d

Infografik: Eigenschaften eins Scrum Masters

Der folgende Blogpost von Derek Huether ist etwas irritierend überschrieben: 5 Eigenschaften schlechter Scrum Master. Warum irritierend? Nun, weil sich in dem Blogpost selbst eine Infografik versteckt, die nicht nur die fünf Eigenschaften eines schlechten Scrum Masters, sondern auch die fünf eines hervorragenden Scrum Masters zusammenfasst – und das ist für mich das eigentlich Interessante an dem Blogpost: die Infografik. Mein Rat: Ausdrucken und als „Mahnung“ ins Gesichtsfeld hängen. So bekommt mensch als Scrum Master immer wieder einen kleinen Impuls, um auf Kurs zu bleiben.

https://www.leadingagile.com/2017/01/5-qualities-bad-scrummaster/

Scaled Sprint Review

Ist ein Projekt so groß, dass gleich mehreren Scrumteams damit beschäftigt sind, müssen diese koordiniert werden. Sprich es wird „skaliert“. Es gibt dann neben den Meetings im Team zusätzlich jeweils das Pendant mit allen Teams. Also auch einen „Scaled Sprint Review“. Das ist – das liegt die Zahl der möglichen Teilnehmer nahe – nicht gerade einfach und ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Barry Overeem hat seine Erfahrungen zusammengetragen und gibt Anregungen, was ihr tun könnt, um Euch der Herausforderung erfolgreich zu stellen.

https://blog.scrum.org/3-ideas-improve-scaled-sprint-review/

Balance zwischen Emergenz und Auslieferung

Stephanie Ockerman beschreibt im folgenden Beitrag eine häufig auftretende Herausforderung: die Herstellung einer Ausgewogenheit von Emergenz und Auslieferung innerhalb ein Scrum-Projekts. Was meint sie damit? Nun, oberstes Ziel ist es möglichst früh ein vorzeigbares Teilprodukt zu präsentieren, gleichzeitig muss aber auch sichergestellt werden, dass alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden. Dies kann mitunter dazu führen, dass ein Konflikt zwischen den verschiedenen Aspekten entsteht. Mehr zum Thema – damit ich nicht vorgreife:

https://blog.scrum.org/balancing-emergence-delivery/

Agilität jenseits von Projekten

Marcus Raitner haut wieder mal in die richtige Kerbe, wenn er klar und deutlich formuliert, was eigentlich alle schon längst spüren: Veränderung wird zum Normalzustand. Doch statt die Organisationsstrukturen anzupassen, versucht das Management, die bestehenden Strukturen hinüberzuretten, in dem sie mit „Projekttitis“ antwortet. Gut, wenn mensch sich ein wenig mit der Theorie z. B. der historischen Pfadabhängigkeit institutioneller Entwicklungen beschäftigt, erscheint einem diese Reaktion nachvollziehbar, aber dauerhaft ist es keine Lösung. Seine Forderung daher: Agilität endlich jenseits von Projekten anerkennen und leben.

http://fuehrung-erfahren.de/2017/01/agilitaet-jenseits-von-projekten/

Das agile Manifest weist den Weg

Ausnahmsweise etwas Eigenwerbung. Hendrik Epe hatte mich gebeten, für seinen Blog über Agilität einen Blogbeitrag zu schreiben. Das war für mich eine gewisse Herausforderung, denn das Thema von Hendrik ist die Innovation in der Sozialwirtschaft. Da ich aber selbst nicht in einem sozialwirtschaftlichen Kontext arbeite, war das eine Herausforderung den Brückenschlag herzustellen. Mein Resümee – passt perfekt. Aber alles, was sich agil nennt, muss sich auch am agilen Manifest messen lassen:

https://hendrikepe.wordpress.com/2017/01/08/agile-prinzipien-warum-das-agile-manifest-der-softwareentwicklung-auch-der-sozialwirtschaft-den-weg-weist/

Management allgem.

Gewohnheiten in Organisationen

Patrick Schönfeld hat sehr schön herausgearbeitet, wie Gewohnheiten in einem Unternehmen wirken und prägen können. Auch wenn es Gewohnheiten von Individuen sind, sollte mensch sich bewusst sein, dass eine Organisation aus Individuen besteht, die im gegenseitigen Wechselspiel die Organisation prägen, wie auch die Organisation mit ihren Institutionen diese prägt. Diese Gewohnheiten zu ändern, ist ähnlich wie sich das Rauchen abzugewöhnen – die Rückfallquote der Organisation (und ihrer Glieder) dürfte vergleichsweise hoch sein. Ein schöner und treffender Vergleich.

http://chaosverbesserer.de/blog/2017/01/03/gewohnheiten-was-unternehmen-und-raucher-eint/

 

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