#LINKSDERWOCHE | KW 16/2017: Produktivität, Agile, Leadership, Management

Produktivität

Wider das Besprechungsdrama

Besprechungen sind ein niemals endendes Drama. Zumindest habe ich den Eindruck, wenn ich mich so an manches Gespräch in meinem Umfeld erinnere. Resümee:zu viele chaotische Besprechungen. Zum Teil haben wir einiges selbst in der Hand. Es liegt also auch an uns, ob wir etwas daran ändern. In diesem Sinne ein paar Tipps aus der Feder von Christopher Henke:

https://vitaminp.info/effektivere-meetings/

Aufgabenorganisation nach Ivy Lee

Schon mal von der Ivy-Lee-Methode gehört? Eine einfache und wirkungsvoller Weg seine Aufgaben zu organisieren, die auf einen klugen Kopf vor gut 100 Jahren zurückgeht. Nach wie vor aktuell – trotz ihres Alters. Mehr dazu verrät Euch Stephan List im Toolblog:

http://toolblog.de/2017/04/11/aufgaben-erledigen-wie-ivy-lee/

New-Work-Geschwurbel

Alle Welt spricht von New Work. Also wieder so eine Sau, die mit wohlklingendem Namen durchs Dorf getrieben wird. Aber halt, da gibt es ein paar kritische Geister wie zum Beispiel Mark Lambertz, die kritisch einen Blick auf das Buzzwordbingo werfen. Nein, nicht was Ihr jetzt denkt. Keine Totaldemontage. Sondern eine gelungene kritische Auseinandersetzung.

http://intelligente-organisationen.de/bye-bye-new-work

Das perfekt System

Viel Zeit investieren wir in das „Optimieren“, um das perfekte Zeitmanagementsystem zu erarbeiten. Dabei gibt es einen ganz simplen Weg zum perfekten System schreibt Leo Babauta. Und es lässt sich in nur 6 Punkte zusammenfassen. Das Wichtigste, so schreibt er, was wir dafür brauchen tragen wir in uns selbst:

https://zenhabits.net/system/

 

Agile

Wie „Agile“ missbraucht wird

Agile wird zwischenzeitlich inflationär gebraucht und dient – ganz im Sinne von Buzzwordmarketing – nahezu für alles missbraucht. Das Ganze erinnert mich irgendwie an die große Lean-Welle, die in den 90er Jahren aufgeschwappt ist und alles Lean war. Mit der Folge, dass ich Lean Management für eine lange Zeit ignoriert habe. Warum? Nun, als ich meine ersten Kontakt mit „Lean“ hatte, dachte ich unwillkürlich: „Wenn das Lean ist, dann ist es Müll.“ Erst Jahre später habe ich gelernt, dass hier „Lean“ nicht gleich „Lean“ ist. Ähnlich ist es mit dem Begriff „Agile“. Nicht alles, was sich mittlerweile „Agile“ nennt, ist wirklich „Agile“. Die Ursprungsidee ist und bleibt das „Agile Manifest und ich empfehle jedem, der sich mit Agile beschäftigen will, zuerst die intensive Beschäftigung mit diesen zwei DIN-A4-Seiten, um die Geisteshaltung dahinter zu verstehen. Über die missbräuchliche Nutzung des Begriffs „Agile“ hat sich übrigens Boeffi eindeutig geäußert und seine Aussage, die Ihr unter dem folgenden Link findet, findet meine Unterstützung:

http://boeffi.net/blog/agile-manifesto-so-nicht/

Review des Reviews

Am Ende jedes Sprints steht als Teil der Retrospektive auch der Sprint Review, bei dem sich das Team eine Rückmeldung von den Stakeholdern im Hinblick auf das Ergebnis des Sprints abholt und diese bei der Planung des nachfolgenden Sprints mit einbindet. Ein Sprint Review ist daher keine reine Präsentation des Ergebnisses vor dem PO, sondern sollte als durchaus lebendige Chance genutzt werden, Input zur Verbesserung von Produkt und Zusammenarbeit zu generieren. Manjunatha Gopalakrishna hat ein paar Ideen zusammengefasst, die dabei helfen können diesen Sprint Review weiterzuentwickeln und zu verbessern, sodass der Sprint Review eben nicht nur reinen Power Point-Schlacht verkommt.

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/april/review-the-review

Scrum Werte: Selbstverpflichtung (Commitment)

In den letzten Wochen hatte ich bereits auf die Artikelserie von Stephanie Ockerman zum Thema Scrum-Werte hingewiesen und die Ersten drei der insgesamt fünf Artikel aus der Serie hier verlinkt. Anfang der Woche ist nun der vierte Artikel erschienen, der sich der „Selbstverpflichtung“ des Team widmet. Jeder der Artikel widmet sich einem der fünf Werte des Scrum Guides (Commitment, Fokus, Offenheit, Respekt, Mut). Ich bin gespannt, was sie final zum Thema „Respekt“ zu sagen hat.

https://www.scrum.org/resources/blog/maximize-scrum-scrum-values-commitment-part-4-5

Innovation Accounting in Scrum-Projekten

Scrum basiert auf einem hochgradig empirischen Vorgehen, bei dem durch das inkrementelle-iterative Vorgehen „klassische“ Methoden der Fortschrittsmessung in ihrer Aussagekraft schnell an ihre Grenzen stoßen. Schließlich muss ja auch ein entsprechendes Ergebnis sichtbar werden, dass die Möglichkeit bietet, dem „unternehmerischen“ Verlangen nach (finanziell) verwertbaren Ergebnissen Rechnung zu tragen. Ian Mitchell bringt hierfür die Methode „Innovation Accounting“ ins Spiel, die eben dies dem Produkteigentümer ermöglichen soll.

https://www.scrum.org/resources/blog/empirical-product-owner-innovation-accounting-scrum

Schätzen in Story Points

Klassisch haben wir gelernt, das wir den Aufwand in absoluten Zahlen schätzen müssen. Projekt X benötigt Y Normtage usw. usf. Das allerdings ist – wie wir aus der Beobachtung wissen – ziemlich unzuverlässig und bringt uns oft in die Bredouille zu rechtfertigen, warum wir es wieder nicht geschafft haben, das Projekt nicht exakt zum geschätzten Aufwand fertigzustellen. Gerade bei komplexeren Projekten, bei denen wir vielen – oft auch unbekannten – Einflussgrößen ausgesetzt sind, dürfte genau dies aber der Regelzustand sein. Bei agil geführten Projekten wird dieses Problem umgangen, in dem relationale Schätzungen vorgenommen werden. Die „Aufgaben“ werden miteinander in Beziehung gesetzt. Diese Art der Schätzung ist verlässlicher und auch präziser. Häufig werden hierzu als Einheit dies sogenannten Story Points eingesetzt. Mehr dazu verrät Patrick Schönfeld in dem folgenden Blogbeitrag:

http://chaosverbesserer.de/blog/2017/04/11/story-points-oder-auch-schaetzen-wie-man-bier-bestellt/

Warum die „Definition of Done“ so bedeutsam ist

Wenn Ihr so durch die Scrum-Literatur schmökert, werdet Ihr immer wieder über die „Definition of Done“ (also der „Beschreibung“, wann ein Inkrement potenziell auslieferbar ist) stolpern. Was zunächst nach einer Selbstverständlichkeit klingen mag, kann in der Praxis von ziemlicher Bedeutung sein. Auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint, ist die Definition of Done in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Warum dem so ist, erklärt Euch Mike Cohen hier:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/why-getting-to-done-is-so-important

Entweder oder!

Ich kann Jan Fischbach beipflichten. Scrum in Teilzeit funktioniert nicht wirklich gut. Frei nach dem Motto immer montags um 3 ist Klavierstunde, lässt sich Scrum nicht wirklich anwenden. Warum das so ist, lässt sich hier nachlesen:

http://www.teamworkblog.de/2017/04/kennen-sie-klavierunterricht-scrum.html

Subversives Scrum

Wenn Ihr von Scrum angetan seit, aber in einem Umfeld tätig seid, in dem Eure Begeisterung (noch) bedingt geteilt wird, ist vielleicht der folgende Artikel von Jerry Doucett und Valerie Senyk für Euch interessant. Aber Vorsicht, es handelt sich um die Aufforderung zu subversiven Verhalten mit dem Ziel andere zu Scrum zu verführen:

http://www.agileadvice.com/2017/04/13/scrum-team-improvement/practicing-subversive-scrum-can/

Leadership und Management

Unternehmerisch denken? Nicht mit meinen Mitarbeitern

„Meine Mitarbeiter können, so etwas (wie selbstständig arbeiten) nicht.“ oder auch „Meine Mitarbeiter denken nicht unternehmerisch“. Kennt Ihr ähnliche Aussagen? Vielleicht auch schon mal selbst über die Lippen gebracht? Ich will ehrlich sein, es gab Situationen, da hätte ich beinah zugestimmt. Aber dann ist mir etwas aufgefallen: die Mitarbeiter konnten es nicht, weil sie keine andere Wahl hatten. Organisatorische Regeln, operative Überforderung, jahrelange „Entmündigung“ uvm. standen schlicht und ergreifend im Weg. Also nicht unbedingt das Wollen oder Können der Mitarbeiter selbst. Fazit: hier wurden die „falschen“ Fragen gestellt und damit die falschen Schlüsse gezogen. Mehr dazu aus der Feder von Jan Fischbach:

http://www.teamworkblog.de/2017/04/hilfe-meine-mitarbeiter-denken-nicht.html

Den Chef wählen: Fortschritt oder Rückschritt?

Nach dem ich mich mit dem Thema Unternehmensdemokratie näher beschäftigt und dann auch noch laut darüber nachgedacht habe, bin ich auch des Öfteren auf ziemlich viele Missverständnisse und noch mehr Unverständnis gestoßen. Für mich war und ist die Beschäftigung ein Durchbrechen von Denkmustern. Gerade deshalb möchte ich Euch den aktuellen Beitrag von Andreas Zeuch ans Herz legen, der zum einen zeigt „Demokratie“ heißt nicht nur Wahlen oder Mehrheitswahlen und kritisch das Thema Führungskräftewahl beleuchtet (Achtung, Andreas Zeuch ist der Mann der massiv das Thema Unternehmensdemokratie befördert).

http://www.unternehmensdemokraten.de/waehl-den-chef-fortschritt-oder-rueckschritt/

Absicht statt Weisung

Es wird im allgemein viel von dienender Führung und einem neuen Führungsverständnis gesprochen. D. h. noch lange nicht, wir schaffen die Führungskräfte ab. Es geht bei diesen Führungskonzepten vielmehr darum, das vorhandene Potenzial urbar zu machen, in dem die „Geführten“ befähigt werden, sich selbst zu führen. Marcus Raitner ist einer der bloggenden Protagonisten, die dieses Führungsverständnis einfordern. Interessanterweise hat er in seinem Blog dieser Tage auf eine Geschichte des U-Boot-Kapitäns der US Marine David Marquet verwiesen, am konkreten Beispiel zeigt, was er damit meint. Passend hierzu verlinkt er auf zwei aufgezeichnete Vorträge von Martin Marquet.

http://fuehrung-erfahren.de/2017/04/absicht-statt-anweisung/

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