#LINKSDERWOCHE | KW 28/2017: Produktivität, Projektmanagement, Agile, Lean und Leadership

Produktivität

Ein Begriff – viele Interpretationen

Das was mensch vermeintlich „objektiv“ sagt und letztendlich meint oder versteht kann sehr häufig abweichen. Das hat damit zu tun, dass wir – durch unsere unterschiedlichen Erfahrungen, die wir im Leben sammeln – Begriffe durchaus unterschiedlich besetzen oder interpretieren. Da können schon kleine Nuancen ausreichen, um letztendlich Kommunikationsblockaden aufzubauen. Der folgende Beitrag von Stephan List hat mich genau an diesen Zusammenhang erinnert. Und weil das öfter vorkommt, als mensch denkt, war es mir wichtig das Thema auch hier noch mal aufzugreifen. Noch dazu, weil Stephan auch gleich auf eine Übung verweist, mit derer Hilfe sich diese Blockaden sichtbar machen lassen und damit lösbar werden:

http://toolblog.de/2017/07/03/die-liste-der-alternativen-zeitbegriffe/

Die drei Siebe des Sokrates (nach Platon)

Auch wenn es von Sokrates selbst keine schriftlichen Quellen gibt und wir auf die Schriften seiner Schüler, wie Platon zurückgreifen müssen, so gibt es von diesem klugen Kopf, vor mehr als zwei Jahrtausenden gelebt hat, immer noch sehr viel zu lerne, dass uns im Alltag weiter hilft. Unter anderem der „Trick“ mit den drei Sieben. Die Anwendung der drei Siebe kann Euch/uns viel Ärger ersparen. Es sind drei Filter, die wir – so der Ratschlag des Philosophen – nutzen sollen, bevor wir eine Aussage treffen. Die drei Siebe nennt er:

  • Sieb der Wahrheit
  • Sieb der Güte
  • Sieb der Nützlichkeit

Gefunden habe ich diesen Textauszug übrigens bei Tim Schlenzig in seinem Blog.

#NewWork – ein kritische Blick

Die neueste Sau, die durch das digitale Dorf getrieben wird, heißt #NewWork. Ich habe – das gebe ich zu – ein ambivalentes Verhältnis zu diesem Thema. Zu einen treibt mich die Sorge um, dass die Ursprungsidee dahinter im allgemeinen Buzzwordmarketing verloren geht, zum anderen kommt mir die Debatte allmählich etwas elitär vor. Ein Gedanke, der nicht nur mich befallen hat, sondern auch Tobias Illig zu beschäftigen scheint. Seine kritischen Anmerkungen und Anregungen zum Thema finde ich richtig und gut. Aber lest am besten selbst:

https://thenewworkersite.wordpress.com/2017/07/06/new-work-fuer-arme-und-der-tsunami-4-0/

Wer darauf pfeifft, was andere von einem denken, lebt glücklicher

Wie lautet die Formel für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben? Ganz einfach: ausblenden, was andere über Dich/uns denken mögen. Warum dies so ist und wie Ihr es in den Alltag umsetzen könnt erklärt Euch 

http://ze.tt/so-machst-du-dir-weniger-gedanken-darueber-was-andere-von-dir-halten/

Projektmanagement

Wenn es mit dem Team und den Anspruchsberechtigten wieder schwierig wird …

Wo Menschen im Spiel sind, ist nichts einfach. Denn – anders als manche Zeitgenossen gerne behaupten – ist der Mensch eben nicht einfach gestrickt. Nein, er ist ein hochgradig komplexes Wesen. Geprägt von einem komplexen Umfeld. Deswegen ist der Umgang mit manchen Mitmenschen nicht immer „leicht“. Im Gegenteil eher schwierig. Und das gilt natürlich auch für Teams und Anspruchsberechtigte im Projekt. Roman Pichler hat auf Basis seiner Erfahrungen Tipps zusammengetragen, die Euch helfen können in Situationen, in denen deshalb „Konflikte“ entstehen können, umzugehen:

http://www.romanpichler.com/blog/conflict-resolution-tips-product-managers-product-owners/

Warum Projekte scheitern

Projekte können scheitern. Das ist normal. Allerdings gibt es eine Menge Faktoren, die ein Projekt zum Scheitern bringen können, die nicht unbedingt durch das Projektthema selbst bedingt sind, sondern strukturelle Ursachen haben. Eine Ursache von mehreren. Wer bestimmte Stellschrauben kennt, kann bestimmte Faktoren, die zum Scheitern führen können, justieren und entsprechend gegensteuern. Aber welche Stellschrauben sind das? Einige davon thematisiert Maik Pfingsten in seinem Zukunftsarchitekten-Podcast:

http://zukunftsarchitekten-podcast.de/2017/07/za127-warum-projekte-scheitern/

Agile

DevOps – was hat es damit auf sich?

Für mich als Nicht-Softwareentwickler (zwischenzeitlich nennt mich der eine oder andere wegen meines hauptberuflichen „Nebenjobs“ als IT-Beauftragter schon einen ITler, obwohl ich keine IT-Ausbildung habe) war das Thema DevOps nicht wirklich relevant. Dachte ich zumindest. Dann hat Patrick Schönfeld allerdings eine kleine Artikelreihe zum Thema begonnen, die mir geholfen hat den Einstieg zu finden. Aber was verbirgt sich hinter dem Begriff? Ich mache es mir einfach und schaue Mal kurz in Wikipedia nach. Dort heißt es:

DevOps ist ein Kunstwort aus den Begriffen Development (englisch für Entwicklung) und IT Operations (englisch für IT-Betrieb). DevOps soll durch gemeinsame Anreize, Prozesse und Werkzeuge (englisch: Tools) eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit der Bereiche DevOps und Qualitätssicherung (QS) ermöglichen.“

Durch die Artikelserie von Patrick Schönfeld angeregt stellt sich für mich die Frage, was lässt sich daraus für andere Bereiche lernen.

Hier geht es zu den genannten Blogartikeln:

Die DevOps-Prinzipien

https://chaosverbesserer.de/blog/2017/06/18/die-drei-devops-prinzipien-auch-fuer-andere-bereiche-nuetzlich/

DevOps-Prinzipien, Flow und Sytstemdenken

https://chaosverbesserer.de/blog/2017/06/25/devops-prinzipien-flow-und-in-systemen-denken/

Feebackloops etablieren und nutzen

https://chaosverbesserer.de/blog/2017/07/02/feedback-loops-etablieren-und-nutzen/

DevOps – Spass an der Arbeit

https://chaosverbesserer.de/blog/2017/07/09/bei-devops-gehts-um-spass-an-der-arbeit-und-lernen/

#NoScrumMaster

Meine Lieblingsthese – analog zum „Chef“ – als Scrum Master habe ich dann einen guten Job gemacht, wenn ich überflüssig bin. Ja, richtig gelesen. Der Job eines Scrum Masters ist es ein Team zu befähigen, sich selbst zu organisieren. Das ist ein Prozess, der am Anfang viel Einsatz vom Scrum Master erfordert – aber irgendwann darin mündet, dass der Scrum Master  so gut wie überhaupt nicht mehr gebraucht wird. Jeder im Team weiß, wie es geht und lebt die gemeinsame Geisteshaltung. Das Team harmoniert und arbeitet perfekt zusammen. In diesem Sinne argumentiert auch Torsten G. Scheller, seines Zeichens agiler Coach, in seinem folgenden Beitrag mit der schönen Überschrift „#NoScrumMaster“, den ich für sehr lesenswert halte:

https://www.agil-werden.de/noscrummaster/

Agile Transformation in Babyschritten

Einer der größten Fehler, die wir alle (und ich meine alle) immer wieder mache: wir wollen zu viel auf einmal erreichen. Das gilt auch für den agilen Transformationsprozess. Und auch dort gilt, was der Volksmund schon ausdrückt:

Gut Ding, will Weile haben.

Und so ähnlich verhält es sich auch mit Veränderungsprozessen. Schnell bedeutet zu meist, es geht in die Hose. Aber richtig. Denn wir reden hier nicht von kleinen Veränderungen, die überschaubar wären. Nein, wird reden von großen, nachhaltigen Veränderungen, die notwendig sind. Da heißt es Geduld haben und einen langen Atem besitzen. Die Empfehlung von Anurag Prakash lautet daher auch treffen, in kleine Babyschritte voranzuschreiten – auch wenn es schwerfällt.

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/july/a-menu-for-agile-transformations

Der Daily Scrum – oft unterschätzt und doch so wirkmächtig

Schwer unterschätzt – aber nicht minder von Bedeutung z. B. im Vergleich zur Retrospektive – ist das Daily Scrum, der übrigens auch für nicht Scrum-Teams sehr sinnvoll und hilfreich sein kann. Im Daily Scrum synchronisiert sich das Team täglich in nur wenigen Minuten. So hat jeder im Team einen Überblick, was gerade stattfindet und wo es klemmt. Der Blogartikel von Abhijit Jadhav gibt einen schönen Einblick, wie ein Daily Scrum gestaltet sein kann und warum wir ihn in seiner Bedeutung nicht unterschätzen sollten:

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/july/the-daily-scrum-meetings-of-dynamic-teams

Video: Das Daily Scrum

Auch Boris Gloger  scheint das Thema Daily Scrum zu beschäftigen. Auch er ist der Meinung, dass der Daily Scrum ein hervorragendes Hilfsmittel ist das Team synchron zu halten. Seine Idee, macht aus dem Daily Scrum einen Mini-Review und e voilà, die Zusammenarbeit klappt noch besser. Sprich, er möchte mehr Zusammenarbeit erzeugen. Die „übliche“ Sicht, auf die tägliche Imstehen-Treffen stellt, er einfach infrage und empfiehlt eine andere Vorgehensweise:

https://blog.borisgloger.com/2017/07/04/video-das-daily-scrum-reinvented/

Gute User Stories formulieren

Ich bin ein großer Freund von User Storys. Selbst meine persönlichen Aufgaben formuliere ich oft in einer Abwandlung, da es mir hilft das, was zu tun ist, viel besser zu greifen und umzusetzen. Aber User Storys zuschreiben ist mit unter nicht ganz einfach und gelegentlich scheint der gute alte Stil einen seitenlangen Anforderungskatalog zu verfassen manchem doch etwas leichter von der Hand zu gehen. Das aber ist ein eigenes Thema, das ich hier nicht vertiefen will. Worauf ich hinaus will, wie verfasst mensch gute User Storys und auf was solltet Ihr dabei achten. Der Artikel von Rajesh Sampath Kumar fasst fünf gute Tipps zusammen, die wenn Ihr sie beherzigt, Euch viel bringen werden:

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/july/5-tips-for-writing-effective-user-stories-(1)

Fünf Stufen zum großartigen Scrum-Team

Was macht ein großartiges Scrum-Team aus? Nach Nagesh Sharma sind es fünf Stufen, die die Teammitglieder durchlaufen, um das Ziel zu erreichen:

  1. Neue Fähigkeiten lernen
  2. Leidenschaft entdecken
  3. Meisterschaft
  4. Ergebnisse ernten
  5. Andere coachen ihren Weg zu finden

Mehr dazu:

https://www.scrum.org/resources/blog/exploring-scrum-teams-journey-5-stages-being-awesome

Alles gleich wichtig …

Tja, wenn es um die Priorisierung von Aufgaben, Anforderungen und User Stories u. ä. geht gibt es irgendwann sicherlich den Punkt, an dem es heißt: „Ist alles gleich wichtig!“. Das ist zwar – wenn mensch genau hinschaut totaler Quatsch. Denn wenn wir genauer hinschauen, dann stellen wir fest, dass es doch Prioritäten gibt. Aber es ich habe es selbst schon live oft genug erlebt. Die Folge: Das Gießkannenprinzip kommt zum Einsatz. Wir verteilen Ressourcen, Zeit, Material oder was auch immer gleichmäßig über alles und nichts geht wirklich vorwärts. Wir kommen nicht drum herum, es braucht eine Priorisierung und damit wir fokussiert, damit letztendlich produktiv arbeiten können. Das gilt im Übrigen nicht nur für das agile Umfeld. Aber wie geht mensch damit um? Vielleicht hilft Euch der Blogbeitrag von Shane Billings weiter, wenn Ihr mal wieder mit dieser Situation konfrontiert werdet:

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/july/it-all-has-to-be-done

Lean

5 S – weit mehr als nur „schönes Arbeiten“

Über 5 S stolpere ich öfter. Eine interessante Idee, die leider allzu häufig auf „Aufräumen“ und „Ordnung halten“ reduziert wird. Frederic Jordan, den ich sehr schätze, gehört zu denen, die sich daran schon lange stören. Zu Recht, wie ich finde. Und weil er es nicht nur dabei belassen will, zu kritisieren, bemüht er sich um Aufklärung –  wie in dem folgenden Artikel, den er auf der Lean Knowledge Base veröffentlicht hat:

https://www.lean-knowledge-base.de/5s-methode-weit-mehr-als-schoener-arbeiten/

Leadership und Management

Eine Präsentation reicht nicht …

Patrick Nini bringt es auf den Punkt: „Auch wenn Entscheidungen meist nicht demokratisch vom ganzen Unternehmen getroffen werden, sind die Einbeziehung der wichtigsten Stakeholder und die richtige Kommunikation essenziell für ihren Erfolg.“ Auch wenn er in seinem Blogbeitrag auf die Bankenbranche abzielt – was er hier beschreibt gilt für alle Branchen und Wirtschaftszweige. Bedauerlicherweise wird der Sachverhalt noch viel zu oft ignoriert:

http://organisationshandbuch.de/de/praesentieren-ist-nicht-genug/

Ein Plädoyer für mehr Vielfalt

Was braucht es in einer Welt, in der alles im Fluss ist und so gut wie nichts für längerer Zeit stabil bleibt? Ganz einfach: Vielfalt. Ja, richtig. Nicht Standardisierung, sondern Vielfalt. Aus der Vielfalt entstehen Ideen, Lösungen. Aus dem Dissens entsteht etwas Neues. Eigentlich keine neue Erkenntnis. Aber die praktische Umsetzung in vielen Unternehmen oder Organisationen sieht etwas anders aus. Und genau hier setzt Marcus Raitner den Hebel an:

http://fuehrung-erfahren.de/2017/07/vielfalt-der-wert-der-konstruktiven-stoerung/

„Ich bin keine Ressource“

Mitarbeiter sind keine Ressource. Auch wenn es manchem „betriebswirtschaftlich“ geprägten Geist missfallen mag. Dave Nicolette erklärt Euch auch, warum diese Sicht schädlich ist. Und zwar in einem kurzen, schnell lesbaren und einleuchtendem Beitrag:

https://www.leadingagile.com/2017/07/i-am-not-a-resource/

Off-Topic

Bilder, die um die Welt gehen müssen

Der G20-Gipfel ist vorbei und damit auch das Aufregerthema der Woche: die Krawalle, die den Gipfel begleitet haben und es sogar geschafft haben, US-Präsident Trump aus den negativen Schlagzeilen zu vertreiben. Nadja Petranovskaja hat mir als kleinen positiven „Schubs“ zum Thema dafür diesen Tweet weitergeleitet. Das ist bürgerschaftliches Engagement, das zeigt – es gibt auch positive Seiten trotz der Zerstörungswut der letzten Tage und ein guter Start in die Woche 😉

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