#LINKSDERWOCHE | KW 42/2017: Produktivität, Agile, Management, Leadership, Datenschutz

Produktivität

Aus der Trickkiste für Evernote: Schlagwörter – Umschalten mit einem Klick

Evernotenutzern empfehle ich die regelmäßige Lektüre von Evernote für Piffige von Herbert Hertentramph. Nicht nur, dass er eines der besten Bücher um das digitale Werkzeug geschrieben hat, sondern auch weil sein Blog eine Quelle von Kniffen und Tricks für die digitale eierlegende Wollmilchsau ist. Eine Kostprobe findet Ihr unter dem folgenden Link:

http://www.notieren.de/schlagwoerter-umschalten-mit-einem-klick/

Agenda in einer Excel-Kuchengrafik

Excel ist – wie Evernote – eine eierlegende Wollmilchsau mit der sich sehr, sehr viel machen lässt. Wenn mensch weiß wie. Einen interessante Kniff, der Euch weiterhelfen kann, wenn Ihr viele Sitzungen moderieren müsst, habe ich über den Blog agileTools entdeckt. Dort findet Ihr eine Excelvorlage mit dem Ihr mit Hilfe einer grafischen Darstellung Euch bei der Planung der Agenda die Arbeit erleichtern könnt. Ausprobiert habe ich es noch nicht – aber das werde ich Kürze. Mal sehen, ob es bei mir funktioniert:

https://www.agile-tools.de/2017/10/13/excel-dir-deine-agenda-kuchengrafik-mit-generierten-zeiten-5-minuten-hack/

Das Geheimnis des Loslassens

Leo Babauta ist bekannt für seine minimalistische Organisation, die sich natürlich auch in seinem Blog niederschlägt. Statt mit aufwendigem Grafikdesign punktet er – ohne irgendwelche Ablenkung – durch den reinen Inhalt. Dieses Prinzip des Minimalismus und der Einfachheit projiziert er auch regelmäßig auf seine Produktivitätstipps, die sich – nach meiner Wahrnehmung – immer wieder auf das Wesentliche reduzieren lassen. Gefällt mir persönlich sehr – ich schaffe es aber leider nicht in der Konsequenz. Im folgenden Blogartikel, den ich Euch auf diesem Wege nah legen möchte, zeigt sich das wieder einmal par excellence. Sein ultimativer Produktivitätstipp für fast alle Lebensbereiche: Loslassen. Hört sich zunächst etwas merkwürdig an, aber lest einfach selbst:

https://zenhabits.net/ultimate/

Pluspunkt: Gelassenheit

Auch wenn der Artikel von Bernd Geropp auf Führungskräfte gemünzt ist – das Thema Gelassenheit trifft jeden Menschen. Wer im größten Chaos gelassen bleibt, behält besser den Überblick. Wer in extrem Situationen gelassen bleibt, trifft häufig bessere Entscheidungen und verschwendet nicht unnütz Energie. Ein Grund, warum mich die Philosophieschule der Stoiker der Antike immer wieder in den Bann zieht 😉 Den einen fällt es offenbar recht leicht gelassen zu bleiben, anderen fällt es verdammt schwer. Ihr wisst sicherlich, was ich meine. Aber mensch kann etwas tun und es bewusst trainieren. Ein paar hilfreiche Hinweise gibt Euch der entsprechende Beitrag:

https://www.mehr-fuehren.de/gelassenheit-lernen/

Agile

Kosteneffizienz ist kein Agilitätstreiber

Wie kann mensch ein agiles Projekt zum Scheitern bringen? Unter anderem damit, in dem die Einführung und Transformation in eine agile Organisation auf die reine Idee der Kosteneffizienz reduziert wird. Leider ein weitverbreitetes Phänomen. Wir führen jetzt agile Methoden ein, dann sind wir schneller und viel effizienter. In diesem Moment möchte ich dann auch immer wieder aufheulen. Zum einen, weil Methode und Geisteshaltung wieder einmal verwechselt werden und zum anderen, wieder einmal der Zusammenhang zwischen Effizienz und Effektivität ignoriert wird. Also noch mal zurück zum Ausgang. Was ist der wesentliche Fokus bei Agilität (im Sinnen des agilen Manifests)? Der Kundennutzen. Nicht der Effizienzgedanke. Bevor ich noch weiter aushole und Daniel Dubbel vorgreife, folgt einfach dem Link und lest, was der eben genannte zum Thema geschrieben hat:

http://www.inspectandadapt.de/sparwahn/#.WeOlTWh-rcs

Wie den Umfang der Agilität sichtbar machen?

Da für mich Agilität eine Frage der Geisteshaltung ist, war es für mich noch kein Thema, wie mensch den Grad der Agilität einer Organisation misst. Entweder die Geisteshaltung ist agil oder sie ist es nicht. Allerdings stehe ich mit dieser Sichtweise naja vermutlich ziemlich alleine. Für diejenigen unter Euch, die es anders sehen, dürfte daher Peter Konings Beitrag interessant sein. Dieser hat einen Indikator, den er Time toLearn (kurz T2L) nennt, entwickelt. Spannend finde ich an diesem Indikator – und dies macht ihn für mich sympathisch – das er den Grad der Agilität am Umgang des organisatorischen Lernens festmacht. Und zwar versteht Koning Agilität so, dass ein schnell lernendes Team schneller Mehrwerte schafft und daher bessere Ergebnisse für den Kunden erzielt. Also ganz im agilen Sinne 😉 Zum Nachlesen des ganzen Beitrags einfach dem Link folgen:

https://www.scrum.org/resources/blog/its-time-learn-missing-metric

Aufwandsschätzung – was sagt der Scrum Guide dazu

Aufmerksamen Beobachtern der Scrum-Scene ist sicherlich aufgefallen, dass es zwei Lager beim Thema Aufwandsschätzung gibt. Die einen halten Aufwandsschätzung für unabdingbar. Das ist die Mehrheit. Es gibt aber eine Mindermeinung, die unter dem Stichwort #NoEstimates Aufwandsschätzungen ablehnt und für Verschwendung hält. Slava Moskalenko hat sich die Mühe gemacht und mal nachgesehen, was der Scrum Guide zum Thema sagt. Auch sehr aufschlussreich und interessant, da doch die vor lauter Fachartikel und Fachbüchern zum Thema kaum noch einer die Quelle ins Visier nimmt.

https://www.scrum.org/resources/blog/what-scrum-says-about-estimates

Agiles Paradigma als kritischer Faktor

Ich weiß, ich wiederhole mich sehr bei dem Thema. Aber es ist mir extrem wichtig. Wenn ich von Agilität spreche, meine ich damit in erster Linie eine Geisteshaltung. Nicht die Anwendung von agilen Methoden macht einen Agilisten aus, sondern die Geisteshaltung. Infolgedessen ist der kritische Faktor bei der Transformation in eine agile Organisation primär der Veränderung der Geisteshaltung oder des Paradigmas, wie es Sathyanarayanan Damodaran formuliert.

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/october/agile-transformation-requires-paradigm-shifts

Das Scrum-Taskboard

(Agiles) Kanban und Scrum bedienen sich als Visualisierungswerkzeug sogenannten „Boards“. Während das Kanbanboard dazu dient den Prozess dauerhaft zu visualisieren, liegt der Schwerpunkt beim Scrum-Taskboard eher auf einer zeitlich befristeten Fokussierung für die Dauer eines Sprints und dort zu erzeugende Artefakte. Das wirkt sich auf den Aufbau, aber auch in der Arbeit mit den Boards aus. Eine schöne Einführung in das Scrum-Taskboard gibt es von Patrick Schönfeld, die Ihr unter dem folgenden Link findet:

http://chaosverbesserer.de/blog/2017/10/12/das-scrum-taskboard/

Management und Leadership

Kulturwandel in Organisationen

Was ich öfter zu hören bekomme: „Für solche Dinge, wie kulturellen Wandel fehlen uns die Ressourcen. Andere Dinge sind jetzt wichtiger.“ Irgendetwas in mir drin wehrt sich gegen solche Aussagen. Zum einen, weil ich immer öfter spüre, dass es diesen kulturellen Wandel braucht, um überhaupt noch zukünftig den Herausforderungen gewachsen zu sein und zum anderen bin ich fest überzeugt, dass die Bedeutung viel zu sehr unterschätzt wird.  Wie Andreas Zeuch im folgenden Blogbeitrag aufzeigt, ist Kulturwandel auch nicht etwas, dass mensch als eigenständiges Projekt definieren muss (meines Erachtens auch nicht sollte – es ist wie Organisationsentwicklung im engeren Sinne eine Daueraufgabe). Mehr zum Thema:

http://www.unternehmensdemokraten.de/erwuenschte-nebenwirkung/

Unethisches Handeln. Wehret den Anfängen.

Nicht erst seit dem Dieselskandal und der Korruptionsaffäre bei Samsung wissen wir, dass unethisches Handeln in Unternehmen und anderen Organisationen eher Normalzustand, den Ausnahme ist. Ein Trauerspiel. Das mich allerdings nicht wundert. Habe ich doch in den letzten Jahren des Öfteren zu hören gehört, dass Unternehmensethik und ähnliche Inhalte an vielen Hochschulen aus dem Curriculum gestrichen wurden. Glücklicherweise nicht zu meiner Zeit und nicht an meiner Alma Mater. Auch nach über 15 Jahren klingen die eindrücklichen Sätze zum Thema ethisches Handeln in meinen Ohren nach. Und das ist gut so. Aber das ist natürlich nicht alles. Wenn unethisches Handeln indirekt befördert wird, dann sollte mensch sich auch nicht wundern. Und auch dies ist strukturimmanent in vielen Unternehmen durch Belohnungs- und Sanktionierungssysteme der Fall. Auch wenn nicht beabsichtigt.  Friederike Euwens zeigt, wie mit Kleinigkeiten bereits in Organisationen entgegengewirkt werden kann. Ganz im Sinne von „Wehret den Anfängen.“ Mehr dazu:

https://theorgproject.wordpress.com/2017/10/10/wie-unethisches-verhalten-in-unternehmen-entsteht/

Schumpeters Blick auf  den digitale Kapitalismus

Gunnar Sohn greift auf den Schumpeter zurück, in dem er einen kritischen Blick auf das Thema Digitalisierung und New Work wirft. Ein kritischer Blick, der sich lohnt und der – so hoffe ich – eine dringend notwendige Diskussion lostritt. Auch wenn ich nicht jeder Aussage, des von Sohn zitierten Oppermann folgen kann. Fakt ist jedoch und da stimme mich mit Sohn über ein – wir stehen vor großen Veränderungen und diese Veränderungen erfordern eine neue Denkweise. Mehr:

http://www.netzpiloten.de/schumpeter-die-linke-digitaler-kapitalismus/

Ziviler Ungehorsam in Unternehmen

Die Artikelserie von Marcus Raitner über Organisationsrebellen hat eine weitere Fortsetzung erfahren. Auch hier wieder plädiert er dazu, die Organisationsrebellen als wertvolle Kraft der Organisation zu sehen. Den – hier grenzt er den Organisationsrebellen – vom „schlechten“ Regelbrecher ab, der sich vermeintlich am Wohle der Organisation orientiert (Stichwort: unethisches Handeln). Für mich persönlich sehr spannend, ist die Parallele zum zivilen Ungehorsam, die Raitner dabei zieht.

https://fuehrung-erfahren.de/2017/10/organisationsrebellen-wider-den-gehorsam/

Datenschutz

Datenschutz = Täterschutz?

Dieser Tage bin ich auf einen sehr aufschlussreichen Artikel von Michael Lohmann, der eine häufige rhetorische Phrase der Law-and-Order-Fraktion demontiert, die gerne als Killerphrase zur Rechtfertigung diverser Überwachungsfantasien herhalten muss. Interessanterweise wird von bestimmten Treibern der Pro-Überwachungsfraktion der Datenschutz als Problem vorgeführt und verunglimpft. Dabei wird die These aufgestellt, der Datenschutz würde Straftäter vor einer Strafverfolgung schützen. Wie der Artikel im Folgenden darlegt, handelt es sich dabei nicht wirklich um ein Argument, sondern um einen rhetorisch raffinierten Kniff, der allerdings verschiedene Punkte durcheinanderwirbelt und wenig auf sachlich fundierten Argumenten basiert. Angesichts der komplizierten Materie ist der Artikel recht lang, aber aufschlussreich und sehr informativ.

https://www.heise.de/tp/features/Datenschutz-Taeterschutz-3851993.html

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