#LINKSDERWOCHE | 16/2018: Produktivität, Agile

Produktivität

Motivation: Routiniert aus dem Motiviationsloch

Es gibt Tage, da entfährt mir mit einem Stoßseufzer der Satz: „Hat jemand mal eine Konserve Motivation für mich übrig?“ Das sind diese bescheuerten Tage, an denen einfach nicht die „Stimmung“ aufkommen will, die es braucht, um den Laden richtig zu rocken. Diese Tage kennt jeder. Das ist okay, solange es nur ab und zu der Fall ist. Kommt es häufiger vor, ist es ein Alarmzeichen, das Ihr ernst nehmen sollte. Nur so nebenbei eingeworfen. Für diese Tage können ein paar „Motivationsroutinen“ hilfreich sein, die Euch dabei helfen aus dem Motivationsloch zu springen – ganz ohne die „Konserve“. Jack White hat einige dieser „Kniffe“ aufgeschrieben, wenn ich auch den Kniff mit der „Möhre an der Angel“ nun ja, nicht so prickelnd finde, denke ich, das sich damit, was machen lässt:

https://www.flippingheck.com/easy-motivational-routines-that-actually-work/

Single-Tasking: Die Hohe Kunst der Konzentration auf nur eine Aufgabe

Leo Babauta gehört zu den Menschen, die Multitasking ablehnen. Weniger ist mehr und noch besser ist die Fokussierung auf nur eine einzige Aufgabe. So lautet das Motto den Blogposts aus seiner Feder, den ich Euch hier präsentiere:

https://zenhabits.net/task-devotion/

Loslassen: 10 Gründe, warum es uns schwerfällt

Mal ganz ehrlich, wie viel Ballast schleifen wir eigentlich mit uns herum? Wir könnten doch einiges davon endlich über Bord werfen. Wäre doch viel angenehmer, oder? Und doch fällt es uns oft schwer Dinge loszulassen, die eigentlich nur Ballast für uns darstellen. Ich erwische ich gelegentlich dabei, krampfhaft versuche den Kontakt zu jemandem aufrecht zu halten, der mich immer wieder verärgert oder irgendwelchen Krempel aufhebe, der eigentlich keine Bedeutung für mich hat oder aus reiner „Routine“ an irgendwelchen Ritualen festhalte, die irgendwann einmal sogar Sinn gemacht haben, zwischenzeitlich aber nur Zeitfresser sind. Warum ist das so? Diese Frage erhellt Nicole Inez mit einer List mit 10 Gründen, die mir alle irgendwie bekannt vorkommen. Wenn Ihr mehr wissen wollt – einfach dem Link folgen:

https://nicoleinez.wordpress.com/2018/04/14/10-gruende-warum-wir-dinge-nicht-loslassen-wollen/

Pausen: Wer richtig Pausen macht, leistet mehr

In unseren Breiten gilt „Pause“ Machen nach wie vor als anstößig und wer regelmäßig Pausen macht, arbeitet nicht „effizient“ und „produktiv“. Zumindest kommt es mir nach wie vor so vor. Dabei sagt die Produktivitätsforschung klar und eindeutig: Wer regelmäßig Pausen macht, der ist produktiver. Dean Rockwell hat seinen folgenden Artikel daher treffenderweise mit „A Realistic Approach to Taking Breaks to Get More Done“ (Ein realistischer Ansatz um Pausen zum Machen um mehr gemacht zu bekommen“) überschrieben. Der Blogartikel ist recht kurz – aber interessant:

https://leadershipfreak.blog/2018/04/13/a-realistic-approach-to-taking-breaks-to-get-more-done/

Selbstbestimmung: Das Leben ist zwar kein Ponyhof, darf aber trotzdem Spaß machen

Lydia Krüger hat einen sehr, sehr langen Blogbeitrag verfasst, der den schönen Titel: „Das Leben ist kein Ponyhof“ trägt. Diesen Spruch kennt Ihr sicherlich. Also meine Strichliste zum diesem Satz reicht mittlerweile glaube ich mindestens zweimal um den Globus. Und ja, es stimmt. Das Leben ist kein Ponyhof. Und auch kein Wunschkonzert. Aber gerade deshalb sollte Spaß bei der Arbeit und Erfüllung in der Arbeit erlaubt sein.  Ergo: Hört doch bitte auf, ständig aller Welt einzureden, dass Arbeit keinen Spaß machen darf. Mehr dazu:

https://bueronymus.wordpress.com/2018/04/13/das-leben-ist-kein-ponyhof/

Agile

Agile Moderation: Was gehört in die Werkzeugkiste

Es gilt – wie überall – gutes Werkzeug ist das A und O, damit die Arbeit gut von der Hand geht. Das gilt auch für agile Workshops. Jetzt ist natürlich nicht ganz einfach in der Vielfalt an Optionen, das passende Werkzeug zu finden. Wenn ich so in meine „Kiste“ schaue, stelle ich auch immer wieder fest, dass ich da doch den einen oder anderen Fehlgriff gemacht habe und das eine oder andere ersetzen sollte bzw. noch ergänzen muss. Damit wir etwas leichter haben, gibt es Erfahrungswerte von Kollegen, wie zum Beispiel von Edgar Rodehack, der hier einen Einblick in seine Werkzeugkiste erlaubt:

http://www.teamworkblog.de/2018/04/werkzeugpflege-fur-moderation.html

Agile Planung: Spielerisch erklären, was Komplexität bedeutet und wie sich unter diesen Rahmenbedingungen planen lässt

Wer in die einschlägigen Artikel und Bücher schaut, warum wir agiler werden müssen, der stößt sehr schnell auf die Thematik der Komplexität. D. h. auf die Herausforderung mit dem Faktor „Unvorhersehbarkeit“ arbeiten zu müssen. In diesem Zusammenhang entsteht dann öfter auch mal der Eindruck, dass Planung in agilen Methoden eine untergeordnete Rolle spielt. Natürlich vollkommener Nonsens, wie die Insider wissen. Aber wie lässt sich gegensteuern? Eine Option besteht darin, Lars Richter zu folgen und spielerisch zu vermitteln, was Komplexität in diesem Sinne bedeutet und agile Planung auf diese Art und Weise zu vermitteln. So lässt sich „metaphorisch“ das Thema vermitteln. Lars Richter bedient sich hier zu Kingdom Builder.

https://larsrichter.training/komplexe-umgebungen-verstehen-kingdom-builder/

Fehlermanagement: Einfach und schnell Priorisieren

Fehler passieren. Das ist der Lauf der Dinge. Und manchmal entdecken wir einen Fehler erst später, weil er erst zu einem späteren Zeitpunkt seine Wirkung entfaltet. Das ist unter den Bedingungen der Komplexität, in der wir eben nicht alles vorhersehen können, vollkommen normal. Die Frage, wie gehen wir damit um. Auch in agilen Ansätzen wie Scrum, stellt sich das Problem. Hier reserviert das Team idealerweise einen gewissen „Rahmen“ für die Beseitigung von Fehlern aus vorhergehenden Sprints. Aber auch hier gilt, es müssen Prioritäten gesetzt werden. Mike Cohen schlägt hierfür ein „Defect Management by Policy“ vor. Ein Ansatz, den ich spannend finde. Er ist zwar für die Softwareentwicklung angedacht, lässt sich aber auch jenseits der Produktentwicklung adaptieren:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/defect-management-by-policy-a-fast-easy-approach-to-prioritizing-bug-fixes

Geisteshaltung: Führt Dein agile zu mehr Agilität?

Was für ein Denkanstoß aus der Feder von Mike Cottemeyer. Seine Frage: Wann ist agil überhaupt agil? Seine Antwort: Wenn es die Agilität fördert. Huch? Nicht, wenn ich Scrum (nach Lehrbuch) betreibe? Ich sehe schon die verwirrten Gesichter einiger Leute vor mir. Nun, sein Kritikpunkt ist aus meiner Sicht genau richtig. Um agil zu werden, reicht es nicht aus eine Methode en détail zu adaptieren. Die Methode ist nur ein Hilfsmittel. Der Unterschied liegt in der Geisteshaltung. Habe ich die Geisteshaltung verinnerlicht, befördert dies die Agilität. Wer die Methode überhöht, macht die Methode zum Selbstweck und wird dadurch aber nicht agil. Mehr dazu:

https://www.leadingagile.com/2018/04/does-your-agile-lead-to-agility/

Selbstorganisation: Plötzlich in „Freiheit“ und jetzt?

Jahrelang wird der Mitarbeiter auf Hierarchie und Befehlskette getrimmt. Das ist gerade in klassisch organisierten Organisationen ein Phänomen, das vielleicht dem einen oder anderem bekannt vorkommen. Wehe Dir, wenn Du wagst, eine Entscheidung zu treffen. Das muss alles abgesegnet und abgestimmt werden. Gemäß Organigramm. Und jetzt. Jetzt plötzlich kommen die „Chefs“ daher und erklären, das wir von nun an agiler arbeiten. Der Freiheitsgrad des Einzelnen wächst in ungeahnte Höhen … Da sollte mensch doch meinen, das sich jetzt alle freuen. Pustekuchen. Ist nicht so. Zumindest nicht Knalllauffall. Wer jahrelang keine Entscheidungsfreiheit genossen hat und plötzlich ungekannte Entscheidungsfreiheit genießt, kann ganz schön ins Schleudern kommen. Auch in dieser Situation sind Führungskräfte (ja, auch die gibt es in einer agilen Organisation weiterhin) gefragt, schreibt Anja Möschler. Nachlesen könnt Ihr es übrigens hier:

https://blog.borisgloger.com/2018/04/11/selbstorganisation-freiheitsgrade-freiheitsstrafe/

Aus der Praxis: Herausforderungen und Problemstellungen aus der Scrum-Praxis

Dieser Tage bin ich auf LinkedIn auf Jasper Alblas gestoßen, der eine Art Kolumne mit dem Titel „Scrum from the trenches“. Übersetzt bedeutet dies so viel, wie Scrum aus dem Schützengraben. Hört sich etwas martialisch an, ich weiß. Inhaltlich trotzdem spannend, weil er hier basierend auf Praxisberichten über die Probleme in Scrum-Projekten schreibt und damit zu einem besseren Verständnis beiträgt. Der folgende Blogpost zum Beispiel beschäftigt sich intensiv mit dem Themenkomplex Sprintziel – wie bereits gesagt auf Basis praktischer Erfahrungen. Solche Einblicke finde ich persönlich immer wieder sehr lehrreich. Wer neugierig geworden ist, einfach dem Link folgen:

https://www.linkedin.com/pulse/scrum-from-trenches-sprint-goal-jasper-alblas/

Podcast für Scrum Master: Ein Hörtipp

Heute gibt es noch eine Empfehlung für die Ohren. Den Podcast von Petr Holodňák. Ich habe zwei Folgen angehört und bin begeistert. Und dies, obwohl ich kein Freund von Podcasts bin (bevorzuge das geschriebene Wort). Für alle Freunde des agilen Managements – unabhängig davon ob Scrum Master oder nicht – kann ich diesen Podcast empfehlen. Gute Inhalte, gut erklärt und verständliches Englisch (also keine Panik, wenn Ihr der Meinung seid, Euer Englisch wäre eingerostet). Der Podcast hat den schönen Namen: Scrum Master Toolbox. Der Name ist – nach dem, was ich bisher gehört habe – Programm. Zum Anhören hier lang:

http://scrummastertoolbox.libsyn.com/the-importance-of-a-shared-goal-to-spark-improvements-petr-holodk

Retrospektive: Täglich grüßt das Murmeltier

Na, wer von Euch kennt den Film „Täglich grüßt das Murmeltier“? Sicherlich der ein oder andere. Und dieser Film hat Constanze Riess offenbar inspiriert. Wenn ich so darüber nachdenke, eigentlich naheliegend. Und was können wir daraus lernen? Das verrate ich Euch jetzt nicht. Ich will ja schließlich dem Artikel nicht vorgreifen. Das müsst Ihr Euch schon selbst erlesen:

https://blog.borisgloger.com/2018/04/13/und-taeglich-gruesst-das-murmeltier-eine-retrospektive/

Featureteams: Die bessere Wahl

Marcus Raitner unterscheidet in seinem aktuelle Blogartikel zwischen Feature- und Komponententeams, um den Unterschied einer auf den Kunden zugeschnittenen, agilen Organisation aufzuzeigen. Während das Featureteam nach dem Motto alles aus einer Hand, den Kunden von Anfang bis Ende betreut, ist das Komponententeam nur für einzelne „Teilkomponenten“ verantwortlich. Wie wir aus der Praxis wissen, nicht einfach. Daher ist aus Sicht von Marcus Raitner das Featureteam die bessere Wahl.

https://fuehrung-erfahren.de/2018/04/die-vorteile-von-featureteams/

 

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