LINKSDERWOCHE | 28/2018: Produktivität, Zeitmanagement und Agilität

PRODUKTIVITÄT

E-Mail: Mit Selbstverpflichtung zum besseren Umgang

Die E-Mail ist ein Klassiker, der einfach in unserem Alltag kaum wegzudenken ist. Obwohl schon mehrfach totgesagt, ist sie mehr als lebendig – zum Leidwesen vieler Zeitgenossen, deren E-Mail-Postfächer täglich aus allen Nähten platzen. Damit ist es auch ein Dauerthema in Sachen Produktivität. Und da ist auch jeder Einzelne gefragt, seinen Umgang mit dem Medium zu hinterfragen. In diesem Sinne möchte ich Euch auf einen Beitrag von Stephan List hinweisen, der genau dies thematisiert:

https://toolblog.de/2018/07/04/die-e-mail-selbstverpflichtung-fasse-dich-kurz/

Kontextlisten: So einfach geht es mit Stift und Papier

Wer GTD kennt ist sicherlich mit der Thematik Aufgaben u. ä. bestimmten Kontexten zu zuordnen. Leider kann mensch sich dabei ziemlich verzetteln und die Zahl der „Kontexte“ ins Unendliche treiben. Das musste ich vor vielen Jahren selbst feststellen, weswegen ich „Kontexte“ in minimalistischen Umfang einsetze. Eine ziemlich „Fummelei“ war die Führung der Listen für mich in analoger Form. Ich bin dann ziemlich schnell auf elektronische Hilfsmittel umgestiegen, was mich auch nicht wirklich zufriedengestellt hat. Zumindest in der klassischen Listenform. Damals bin ich dann auf Personal Kanban gestoßen, das seitdem für meine Selbstorganisation prägend ist. Doch ganz in Ruhe gelassen hat mich das Thema nicht. Noch heute sammele ich gerne Ideen und To-Dos auch auf „Papier“, ehe ich sie in mein digitales Kanbanboard transferiere. Daher bin ich neugierig geworden, als ich den folgenden Hinweis bei Stephan List zu PivotList entdeckt habe – eine einfach und simple Anleitung für den Umgang mit Kontexten:

https://toolblog.de/2018/07/03/arbeiten-in-kontexten-die-pivotlist/

Vokabeln: Lernen, merken, trainieren

Es gibt eine Menge „Fremdsprachen“ im engeren und im weiteren Sinne. Manche erlernen wir, weil sie uns interessieren, anderen wiederum, weil wir sie brauchen. Voraussetzung hierfür „Vokabeln“ lernen. Egal ob Französisch, Gaelic oder Techi-Deutsch. Da kommt was zusammen. Leider sind die wenigsten Sprachgenies und müssen – wie ich auch – mühselig pauken. Und wie es der Zufall will, bin ich im Blog von Mark Forster (nein, nicht dem Sänger) auf eine nette Idee gestoßen, die vielleicht weiterhilft. Ich werde mir auf jeden Fall einen Merker setzen – entweder für meinen nächsten Versuch Gaelic zu lernen (wäre dann mein 3ter, ich will einfach nicht aufgeben 😉 ) oder zumindest für meine Kinder, wenn es bei Ihnen dann mal so weit sein sollte.

http://markforster.squarespace.com/blog/2018/7/3/a-simple-vocabulary-memorization-method.html

Angst und Scham: Wege sich von von ihnen nicht „ausbremsen“ zu lassen

Angst und die Angst sich zu blamieren sind ziemlich Spaßbremsen. Sie haben zwar eine Daseinsberechtigung, den sie verhindern, dass wir uns auf allzu riskante Geschichten einlassen. Aber sie könne uns auch gehörig ausbremsen. Und wenn sie das „gesund“ Maß verlassen uns daran hindern, Dinge anzupacken, die uns eigentlich wichtig sind. Leo Babauta beschreibt in seinem Blogpost Möglichkeiten, wie wir unsere Ängste sinnvoll beherrschen lernen können:

https://zenhabits.net/shameless/

Visuelles Denken: Ein Appetitanreger

Es ist schon ein paar Jährchen her, als in einem Seminar der Referent urplötzlich auf mich zeigte und erklärte, dass ich ein total visueller Mensch sei. Ich habe ziemlich verdutzt aus der Wäsche geschaut, als er das sagte. Hielt ich mich doch immer für alles andere, wie einen visuellen Menschen. Mittlerweile weiß ich es besser. Visualisieren gehört zwar nach wie vor nicht zu meinen Stärken, aber ich weiß mittlerweile, dass ich ein Mensch bin, der extrem in Bilder denkt, der Schrift gegenüber dem gesprochenen Wort den Vorzug gibt und besonders gut lernt, wenn er Sprache und Bild kombiniert. Und ich habe festgestellt, dass es mir hilft, komplexe Sachverhalte besser zu verstehen, wenn ich sie „visualisiere“. Visuelles Denken ist aber nicht nur für „visuelle“ Menschen sehr hilfreich. Die Forschung sagt, dass visuelles Denken bei komplexen Dingen auch nicht visuellen Menschen hilft, diese besser zu erfassen. In diesem Sinne ein kleiner Appetitanreger von Bernhard Schloss:

http://www.bernhardschloss.de/blog/best-of-visual-thinking/

Weniger ist mehr: Ein Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit bei der Arbeit statt Geschäftigkeit

Schon der Volksmund weiß zu berichten, dass weniger mehr sein kann. Seltsamerweise scheint diese Weisheit im Alltag für die meisten Menschen kaum eine Rolle zu spielen. Wer viel arbeitet, der leistet auch viel, scheint hingegen weiter verbreitet zu sein. Und jetzt wird es ganz seltsam: Die Forschung und empirische Praxis gibt dem Volksmund recht! Ja, tatsächlich: Weniger ist mehr. Nur weil wir permanent geschäftig sind, heißt noch lange nicht, dass wir tatsächlich mehr leisten. Nur weil wir 10 Stunden im Büro malochen, heißt nicht wirklich, dass wir effektiv mehr leisten können. Eher im Gegenteil. Eine Erkenntnis, die Marcus Raitner aufgreift und wie folgt überschrieben hat: Nachhaltig arbeiten – Weniger ist mehr.

https://fuehrung-erfahren.de/2018/07/nachhaltig-arbeiten-weniger-ist-mehr/

AGILE

Viable System Model: Grundlagen in Videoform

Durch Mark Lambertz, den ich sehr schätze, bin ich auf das Viable System Model aufmerksam geworden. Mark hat übrigens dazu ein gutes Playbook geschrieben, dass ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann. Das Modell hilf dabei Stukturen zu beschreiben und zu erfassen, die über klassische Darstellungen z. B Organigramme nicht wirklich erfasst werden. Gerade für agile Organisationen halte ich diesen Ansatz für extrem spannend. Da nicht jeder Lust auf „Lesen“ hat – es gibt auf der eine Einführung im Video-Format. Falls Ihr interessiert seid – schaut es Euch einfach an.

https://leanbase.de/onlineacademy/lernmodule/vsm-1

Design Thinking: Den Einstieg leicht gemacht

Design Thinking mag ja für den einen oder anderen schon ein alter Hut sein. Für viele ist das Thema nach wie vor Neuland. Für diejenigen, für die es noch Neuland ist und sich – trotz des knappen Zeitbudgets – der Methode nähern wollen, gibt es einen ersten Überblick im Teamwork-Blog, der bei der Orientierung hilft. Der methodische Ansatz des Design Thinkings kann Euch bei vielen Fragenstellungen helfen, ein klareres Bild zu bekommen. Dabei dürft Ihr nicht dem Fehler aufsitzen, Design mit Grafikdesign zu verwechseln.

http://www.teamworkblog.de/2018/07/design-thinking-fur-einsteiger.html

Agilität spielerich vermitteln: Das „Ball-Point“-Spiel

Die Ideen hinter der Geisteshaltung Agilität in der Theorie zu vermitteln kann mitunter ziemlich trocken werden. Aber es gibt immer wieder auch Möglichkeiten auf spielerische Ansätze zu nutzen und einzubauen. Das Schöne an diesen spielerischen Ansätzen ist, dass sie auf plastische Weise anschaulich vermitteln, was in der grauen Theorie oft nur schwer gelingen will. Eine solcher Ansatz ist das Ball Point Game, dass gerne und oft von agilen Trainern eingesetzt wird. Kommt Ihr Mal in die Versuchung Euren Kollegen zu zeigen, welche Vorteile eine iterativ-inkrementelle Vorgehensweise bietet, habt Ihr mit dem Spiel auf jeden Fall ein hervorragendes Hilfsmittel. Von Maik Seyfert gibt es eine gute Anleitung für Euch:

https://www.lostconsultants.com/2018/07/02/the-ball-point-game/

Video: Scrum 3.0

Braucht Scrum ein „neues“ Bild? Boris Gloger sagt ja. Deshalb ist es Zeit für Scrum 3.0. Was er damit meint, verrät er in einem englischsprachigen Video. Spannend, weil er dabei das Entwicklerteam in den Vordergrund stellt.

https://blog.borisgloger.com/2018/07/05/the-agile-how-to-scrum-3-0-a-new-picture/

Scrum Master: Oft unterschätzt …

In den letzten Tagen habe ich öfter mal zu hören bekommen, dass sich der eine oder andere als Agile Coach bezeichnet, im irrigen Glauben er sei mehr als ein Scrum Master. Das zugrunde liegende Denkmuster dürfte bekannt sein? Ihr habt es sicherlich schon erraten. Es ist die gute alte klassische Denke, aus Ober und Unter. Ich bin mehr als Du weil … Ganz ehrlich: ein guter Scrum Master ist ein Agile Coach. Und Titel sind Schall und Rauch. Ein guter Scrum Master spielt ohnehin jeden selbst ernannten Agile Coach an die Wand. So ein Scrum Master – wenn er/sie es richtig gut drauf hat – ist ein echtes Multitalent, dass so viel bewirken kann, das weit über ein simples Coaching hinaus geht – nämlich anderen Helfen zu verstehen, was Agilität ist und wie sie mit Leben gefüllt werden kann. Aber am besten lest selbst, was uns Joshua Partogi mitzuteilen hat:

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-mastery-more-just-agile-coaching

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