#LINKSDERWOCHE | 47/2018: Produktivität, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Home Office: Tipps für die Arbeit von zuhause aus

Im Home Office zu arbeiten kann mitunter interessant sein. Keine unnötigen Fahrtzeiten, kurze Wege für kleine Pausen und gelegentlich mehr Ruhe als im Büro. Insbesondere wenn mensch im Großraumbüro arbeiten muss. Allerdings hat das Arbeiten in den eigenen vier Wänden auch so seine Tücken, die einen ganz schön „unproduktiv“ werden lassen können. Da ist der Paketdienst, der die Pakete für Nachbarn bei einem abladen will noch das kleinste Hindernis. Wie lässt sich also für die Arbeit zuhause der entsprechende Rahmen schaffen? Stephan List hat im Toolblog ein paar hilfreiche Kniffe zusammengetragen:

https://toolblog.de/2018/11/13/tipps-fuer-die-arbeit-zuhause/

Produktiver arbeiten:  7 Punkte für produktiveres Arbeiten

Es gibt eine zwischenzeitlich unüberschaubare Anzahl an Tipps und Methoden für mehr Produktivität aus Sicht des Individuums. Wenn ich eine Essenz ich eine gemeinsame Essenz dieser Methoden bilden sollte, dann wäre der folgenden Beitrag von Stephan List schon nah dran, wenn mich Sicherheit noch nicht ganz vollständig.

https://toolblog.de/2018/11/14/was-sie-tun-koennen-um-produktiver-zu-werden/

GTD: Ein kritischer Blick auf die Methode

Getting Things Done nach David Allan ist ein strukturierter Ansatz für Selbstorganisation. Die Aussage, dass GTD nicht für Kreative geeignet sei, halte ich für fragwürdig. Ich habe viel mit Künstlern in der Vergangenheit gearbeitet und von ihnen habe ich gelernt: Kreativität ist ein extrem strukturierter Prozess. Ein Grund warum ich der Aussage nicht folgen will. D. h. aber nicht, dass GTD wirklich für jeden geeignet ist, von daher fand ich den Hinweis von Stephan List auf die Artikelserie von Dave Lee interessant und habe mir das „Konkurrenzmodell“ angesehen. Auch deshalb, weil ich selbst mit der klassischen Liste, wie sie im GTD verwendet wird, nicht wirklich glücklich bin und GTD nur in Teilen in meine System integriert habe. Ein paar interessante Anregungen sind immer dabei und kombinieren ist erlaubt – wenn es weiterhilft 😉

https://toolblog.de/2018/11/16/gtd-ist-nichts-fuer-kreative-meint-dave-lee/

Listen: Produktiver mit Listen

Noch ein Hinweis aus dem Toolblog von Stephan List. Ich persönlich bin – wie schon erwähnt – nicht so sehr der Fan von klassischen Listen. Auch ein Grund, warum ich mit dem GTD-System nicht 100%ig zufrieden bin und nur Teile in Verwendung mit Personal Kanban zur Anwendung bringe. Meine Vorlieben sind aber nicht repräsentativ und es gibt jede Menge Menschen, die mit der klassischen Liste hervorragend klar kommen. Auch lässt durch die Anpassung der Darstellung so manche Idee urbar anderweitig urbar machen. Tatsächlich nutze ich einige der hier genannten Listen in Kanban-Optik 😉

https://toolblog.de/2018/11/15/wie-sie-mit-6-listen-produktiver-werden/

Schluss mit Abwarten: Über den Mut aus der Komfortzone herauszutreten und statt zu warten ins Tun zu kommen

Wir warten – wir warten viel zu viel. Wir warten auf den richtigen Moment, den richtigen Zeitpunkt, dass die richtigen Leute in unserer Leben treten, dass die richtige Tür aufgeht. Und vor lauter warten verpassen wir möglicherweise die Chance unseres Lebens. Klar, das Risiko des Scheiterns bleibt. Da kann ich sogar ein Lied davon singen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wie können wir uns also aus der „Warteschleife des Lebens befreien“? Diese Frage beantwortet Nadja Petranovskaja in einem Blogbeitrag:

https://petranovskaja.com/warten/

Selbstmanagement: Der 1. Schritt sind wir selbst

Wie für fast alles im Leben gilt auch für das Selbstmanagement, die individuelle Situation ist die Ausgangslage für Verbesserungen. Bezogen auf das Selbstmanagement bedeutet es, zuerst einmal sich selbst gut zu kennen. Voraussetzung dafür, um zu einem einschätzen zu können, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht und zu anderen, welcher Ansatz zielführend ist. Nicht jeder Ansatz passt zu jedem Menschen. In diesem Sinne gibt der Artikel von Thomas Mangold entsprechende Hinweise, wie Ihr damit beginnen könnt, Euch selbst besser zu verstehen und so die Ausgangsbasis für die nächsten Schritte zu schaffen.

https://www.selbst-management.biz/der-erste-schritt-zum-erfolgreichen-selbstmanagement-sich-selbst-besser-kennenlernen/

Vom Ziel zum Tun: Die WOOP-Strategie

Thomas Mangold hat mich dieser Tage an die WOOP-Strategie von Prof. Dr. Oettingen erinnert. Hinter dem Akronym WOOP verstecken sich 4 Schritte, die im Alltag helfen vom Wunsch über das Zielbild unter Berücksichtigung der Hindernisse zur Umsetzung führen. Zentrales Element der Strategie: das bewusst manchen des inneren Antreibers. Ein ganz guter Ansatzpunkt.

https://www.selbst-management.biz/woop-strategie/

Gewohnheiten: Antrainiern und Ablegen – kein leichtes Unterfangen

Gewohnheiten können gut und schlecht sein. Das Problem mit ihnen ist, dass wir sie unbewusst ausführen. D. h. sie sind so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir gar nicht darüber nachdenken was wir da tun. Und das macht es zum Problem uns Gewohnheiten ab- und anzutrainieren. Ein Ansatz, den Merlin Mechler im folgenden Beitrag hierzu ins Spiel bringt, ist die Anwendung durch Reizkonditionierung. Ein Impuls z. B. ein Lied, der mit einer Handlung verbunden wird. Nicht einfach, aber funktioniert. In beide Richtungen übrigens. Mehr dazu:

https://www.merlinmechler.de/2018/11/12/nichts-anderes-als-die-wahrheit/

AGILE

Ideengeschichte: Die fünf Prinzpien des Lean Managements als Grundlage des agilen Manifestes

Lean und Agile weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Das kommt nicht von ungefähr. Ideengeschichtlich baut Agile tatsächlich auf Lean auf. Das wird gerne vergessen oder geht unter. Wenn ich mir die aktuellen Diskussionen so ansehe, ist dringend notwendig, sich eben jener Wurzeln zu besinnen, ohne die das agile Manifest nicht denkbar wäre. Daher möchte ich Euch den folgenden Artikel von Marcus Raitner nahelegen, der knackig darlegt wie die fünf Prinzipien des Lean Managements ihren Niederschlag im agilen Manifest finden.

https://fuehrung-erfahren.de/2018/11/die-fuenf-prinzipien-des-lean-managements-als-grundlage-des-agilen-manifests/

Kanban: „Verpflichtungen“ dem Kunden gegenüber gut organisieren

Ich bin ein großer Freund von Scrum und Kanban. Ja nach Thema und Einsatzfeld präferiere das eine, mal dem anderen methodischen Rahmen. Gerade in Umfeldern, in denen wir mit vielen Kundenanfragen zu tun haben, die einfach nur abgearbeitet werden müssen, gebe ich Kanban den Vorzug. Scrum hingegen ist für mich der Rahmen für ergebnisoffene Entwicklungsprojekte. Der folgende Beitrag von James Steele belegt für mich sehr schön, wie Kaban Organisationen dabei hilft, Kundenanfragen (gleich welcher Art) so zu organisieren, dass sie sich nicht mit Zusagen übernimmt und damit dem Kunden eine schlechte Dienstleistungsqualität liefert:

http://www.agileadvice.com/2018/11/12/kanban/on-commitment-in-kanban/

Product Owner: Ein Reifegradmodell als Hilfe 

Agile und agile sind zwei verschiedene Dinge. Zombie-Scrum bezeichnet zum Beispiel einen Zustand, in dem zwar pro forma agile gearbeitet wird, sprich die Methode oberflächlich zur Anwendung kommt, aber unter der Oberfläche alles andere zum Vorschein kommt. Das lässt sich auf die einzelnen Rollen im Scrum übertragen. Johannes Schartau hat die Idee, dass mit Unterstützung eines Reifegrad-Modells für Product Owner aktiv die Gefahr des Zombie-Scrum bekämpft werden kann. Mir gefällt der Ansatz des evolutionären Models, für den es übrigens auch eine Vorlage zur Visualisierung zum Herunterladen gibt:

https://medium.com/zombie-scrum-resistance/fight-zombie-product-ownership-with-the-product-ownership-evolution-model-1771643c8ba6

Backlog-Refinement: Verantwortung des Gesamtteams

Backlog-Refinement ist keine Geschichte, die der Product Owner alleine im stillen Kämmerlein macht. Sondern er bindet dabei immer auch das Team mit ein. Ja, richtig gelesen. Deshalb spricht mit Jasper Alblas aus vollster Seele, wenn er betont, dass das Refinement eine Geschichte ist, in der Verantwortung des gesamten Teams steht. Zwar heißt es, dass der Product Owner die Verantwortung für den Backlog trägt, aber noch mal zum Mitschreiben: Jede Rolle hat einen Fokus und doch sind alle Rollen im Team für das Gesamtergebnis verantwortlich. Der Artikel von Alblas legt genau dies explizit in Bezug auf den Scrum-Leitfaden dar und erläutert, wie der jeweilige Fokus der jeweiligen Rolle im Zusammenspiel dabei von Bedeutung ist. Klare Leseempfehlung!

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-trenches-product-backlog-refinement-scrum-team-responsibility

Mehrwert: Agilität ist kein Selbstzweck

Mist, wieder hat mir jemand vor mir die gleiche Idee für einen Blogartikel gehabt und war schneller wie ich 😉 Guido Boskaljon erinnert in seinem Beitrag an etwas Entscheidendes, was mir allerdings zunehmend zu fehlen scheint: Agilität ist kein Selbstzweck. Wenn wir agile arbeiten, dann tun wir das nicht, weil wir uns dann besser fühlen und das Team mehr Spaß haben soll, sondern, weil wir bessere Ergebnisse für den Auftraggeber, den Kunden und Anwender erzielen wollen. Wir tun es, um einen Mehrwert zu schaffen. Das ist der Gradmesser, an dem sich agiles Arbeiten messen lassen muss. Schaffen wir einen echten Mehrwert oder schaffen wir diesen nicht. Was bringt mir die geilste Retrospektive der Welt, wenn das Ergebnis, dass das Team liefert, Mist ist? Nichts. Eben.

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-masters-agile-coaches-stop-team-coaching

Autononomie und Verantwortlichkeit: Die richtige Balance finden

Wenn ich mir so manche Diskussion anschaue, könnte mensch fast meinen, dass Agilität ganz einfach und ganz simple zu etablieren ist. Das Management muss nur mehr dezentralisieren und kräftig die Autonomie der Teams erweitern und zack – alles wird gut. Tja, so einfach ist es leider nicht. Zur Autonomie z. B. gibt es noch ein Gegenstück: die Verantwortlichkeit. Beides muss ich ausbalancieren, sonst funktioniert es nicht. Edwin Dando beschreibt in seinem Artikel klar, dass Autonomie ohne Verantwortlichkeit nicht funktioniert und er legt auch dar, warum es so ist.

https://radically.co.nz/2018/06/01/autonomy-alone-is-not-enough/

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Transparenz: Ein Plädoyer für mehr Transparenz

Ich bin ein Freud möglichst großer Transparenz. Nicht aus ideologisch-normativen Gründen, wie der eine oder andere meinen mag, sondern tatsächlich aus richtig empirisch und faktengetriebenen Gründen. Transparenz ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für das Funktionieren eines sozialen Gebildes, einer Organisation. Joachim Schlosser sieht es ebenfalls so und hat ein lesenswertes Plädoyer für mehr Transparenz veröffentlicht, dass ich Euch wärmstens empfehlen kann:

https://www.schlosser.info/mehr-transparenz/

Fehlerkultur: Warum eine fehlertolerante Lernkultur für die Zukunftsfähigkeit essentiell ist

Nur wer sich nicht rührt, macht keinen Fehler. Aber wer sich nicht rührt, der bewegt sich nicht vorwärts. Hört sich simple an. Wenn wir uns umschauen, dürften wir feststellen, dass dieser einfache Grundsatz für viele Organisationen ein Problem ist. Die Angst vor Fehlern und Fehlentscheidungen lähmt die ganze Organisation. Keiner traut sich Entscheidungen zu treffen und so verharrt die Organisation im Stillstand. Deshalb ist eine fehlertolerante Lernkultur für die Zukunftsfähigkeit entscheidend. Was verbirgt sich hinter dem Begriff fehlertolerante Lernkultur? Das verrät der Artikel von Anne M. Schüller.

https://www.lean-knowledge-base.de/author/anne-schueller/

Das Tugendmodell und Management: Entzauberte Managementmythen

Roland Dürre gehört zu den Menschen, die ich über die PMCamp-Bewegung kennen und schätzen gelernt habe. Er spricht aus der Erfahrung eines Firmengründers und Aufsichtsratsvorsitzenden (zwischenzeitlich im Unruhezustand), der bewusst vieles in seinem Unternehmen anders gemacht hat. Sein Verständnis von Unternehmensführung, dass mit dem traditionellen Modell schon sehr früh gebrochen hat, kommt sehr gut in seinen Artikeln wie in dem folgenden zum Ausdruck, in dem er das tradierte Tugendmodell in Managementkontext kurzerhand entzaubert.

http://if-blog.de/rd/mythen-von-mangement-und-fuehrung-unternehmertagebuch-127/

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