#LINKSDERWOCHE | 11/2019: Produktivität, Agile, Leadership und Management

PRODUKTIVITÄT

Was ist Kreativität?

Zu den inflationär genutzten Begriffen, die jeder permanent in den Mund nimmt, aber niemand wirklich sauber definieren kann, gehört mit Sicherheit Kreativität. In meiner Zeit als städtischer Kulturamtsleiter hatte ich ein paar Aha-Erlebnisse, wenn ich Künstlern über die Schulter schauen durfte. Kreativität ist nichts, was mensch durch göttliche Eingebung erzielt, sondern ein strukturierter Prozess, hinter dem viel Hirnschmalz steckt. In diesem Sinne ist für mich Kreativität etwas, dass darauf abzielt, durch eine gründliche Betrachtung des Ist-Zustands, der Vernetzung von nahe liegenden und weitentfernten Optionen etwas Neues zu schaffen. Ein strukturierter Prozess, der oft unbewusst stattfindet. Etwas genauer ist der Versuch von Christopher Henke Kreativität zu definieren. Mal ganz ehrlich, ich finde, das ist eine gute Idee. So oft, wie der Begriff herumwabbert und benutzt wird, sollten wir uns tatsächlich Gedanken machen, was sich hinter dem Begriff steht:

https://vitaminp.info/was-ist-kreativitaet-von-der-definition-zum-kreativen-denkprozess/

Psychotherapie: Warum wir uns von dem Stigma befreien sollten

Nicht, dass ich mir us-amerikansiche Verhältnisse wünsche, bei denen – so ein Gerücht – als normal gilt, mindestens einmal wöchentlich zur Sitzung beim Psychotherapeuten aufzuschlagen. Dennoch sollten wir das Stigma der psychischen Krankheit, das nach wie vor in unserer Gesellschaft verbreitet ist, dringend ablegen. Ganz ehrlich, ich habe schon zu viele Menschen vor die Hunde gehen sehen, weil sie nicht erkannt haben, dass sie in einer „seelischen“ Sackgasse festhängen, aus der sie nicht mehr herauskommen. Irgendwo habe ich Zahlen gesehen, dass besonders Männer sich damit schwertun, zu zugeben dass sie Hilfe benötigen und auch einfordern. Ein Fehler. Je später die Erkenntnis, desto schwerer wird es – auch mit Hilfe – wieder auf zwei Füße zu kommen. Daher möchte ich Euch den Artikel von Stephan List nahelegen. Auch empfehle ich Euch das Buch von Uwe Hauck: Depression abzugeben.

https://toolblog.de/2019/03/13/therapie-nichts-fuer-mich/

Aufgabenorganisation: Das No-List-System von Mark Forster

Die meisten Köpfe, die rund um das Thema Produktivität laut denken und publizieren, setzen auf den Klassiker: die To-Do-Liste. Mit der klassischen Liste habe ich persönlich so meine Probleme. Deswegen bin ich irgendwann bei Personal Kanban gelandet. Die Visualisierung hat mir geholfen, den Überblick zu behalten, während ich an zum Beispiel an den GTD-Listen fast verzweifelt bin. Das gilt nicht für jeden. Wir Menschen sind sehr unterschiedlich und entsprechend unterschiedlich sind dann auch die Werkzeuge, mit denen wir unsere besten Ergebnisse erzielen. Und so sollte es auch nicht verwundern, dass es Menschen gibt, die mit der To-Do-List – unabhängig von ihrer Form – nicht zum Streich kommen. Gerade für diese Zielgruppe könnte der folgende Artikel von Stephan List hilfreich sein, der auf eine Idee von Mark Forster verweist, die ohne Listen-System auskommen will:

https://toolblog.de/2019/03/15/die-full-list-of-official-no-list-systems/

Zuhören: Lesetipps

Der Artikel von Jan Fischbach hat eigentlich Scrum Master als Zielgruppe. Aber seien wir ehrlich, die Fähigkeit zu zuhören ist für jeden wichtig, der seine Mitmenschen ernst nehmen will. Und wenn ich da so meine Selbstbeobachtungen denke, beschleicht mich hin und wieder das Gefühl, dass genau diese Fähigkeit mit zu den sehr schwer erwerbbaren gehört. Sprich: Ohne intensive Beschäftigung mit dem Thema, wird es vermutlich nichts 😉 Wer also von Euch – so wie ich auch – das Thema auf dem Schirm hat, freut sich eventuell für die Lesetipps, die Ihr dort findet (meine Leselist ist schon wieder drei Bücher reicher geworden, die ich lesen möchte):

http://www.teamworkblog.de/2019/03/zuhoren-eine-wichtige-fahigkeit-fur.html

Neustart: Fokus und Klarheit

Ich habe mich schon mehrfach als Freund von Personal Kanban und auch von Kanban im allgemeinen zu erkennen gegeben. Das für mich spannende bei Personal Kanban ist, dass jeder Tag für mich ein „Neustart“ der Tagesplanung bedeutet. Das gibt mir die Chance meinen Fokus zu rekalibrieren. Ähnlicht ist es bei Scrum, wenn Teams mit Beginn eines neuen Sprints in die Sprintplannung gehen. Der vorherige Sprint ist abgeschlossen und der neue Sprint wird komplett neu geplant. hat einen sehr schönen Artikel zum Thema „Neustart“ und seine Wirkung verfasst:

https://productivityist.com/freshstart/

Auszeiten: Einfach mal Pause machen

Zwar spricht David Dame von „Leadern“, aber ganz ehrlich, dass was er da beschreibt, trifft auf viele Menschen zu. Wir sind permanent unter Dampf. Und das ist auf Dauer nicht gut. Wir brauchen Unterbrechungen. Bewusste Unterbrechungen, um uns zu fokussieren und zu besinnen.

https://www.scrum.org/resources/blog/take-break

AGILE

Gemeinsamkeiten von Lean und Agile: Die Kunst, die Menge nicht getaner Arbeit zu maximieren

Eines der Prinzipien des Agilen Manifestos lautet: „Einfachheit – die Kunst, die Menge nicht getaner Arbeit zu maximieren – ist essenziell.“ Was für ein Satz! Zugegebenermaßen, als ich diesen Satz vor viele Jahren zum ersten Mal gelesen habe, musste ich ihn mehrfach lesen, ehe ich ihn wirklich verstanden habe. Dieser Satz enthält viel Wirkkraft. Und er zeigt zentrale Gemeinsamkeiten von Lean und Agile. Dave Nicolette erklärt Euch detailliert, was sich hinter dem Prinzip verbirgt:

https://www.leadingagile.com/2019/03/maximizing-the-amount-of-work-not-done/

Visual Management: Analoge und digitale Boards im Vergleich

Tim McMahon hat einen schönen Artikel verfasst, der analoge und digitale Boards vergleicht. Eine schöne Entscheidungshilfe, wenn Ihr vor der Frage steht, ob Ihr mit einer haptischen Darstellung oder doch mit einem digitalen Werkzeug arbeiten wollt.

http://www.aleanjourney.com/2019/03/visual-management-boards-manual-vs.html

Effizienz und Fokus: Warum Fokus auf das Ergebnis der bessere Weg ist

Klaus Leopold kennen die einen oder anderen als Buchautor. Er hat einiges zu Kanban geschrieben. Der folgende, recht kurze Impuls, ist spannend. Viel zu oft liegt der Fokus – trotz des Bekenntnisses zur Agilität – in vielen Organisationen nach wie vor auf der „Arbeit“, nicht auf dem „Ergebnis“. Und siehe da, ich muss mich jetzt an die eigene Nase fassen, wenn ich das Nächste mal im Daily stehe. Allerdings birgt diese Sicht auch die Gefahr, dass dabei die „Leistungsfähigkeit“ aus dem Blick fallen könnte. Zumindest, wenn der Grundsatz der Nachhaltigkeit des Arbeitsflusses vernachlässigt wird.

https://www.leanability.com/de/blog-de/2019/03/fokussierst-du-auf-die-richtige-sache/

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Hierarchie und Selbstorganisation: Über einen Denkfehler in der Debatte

Unter dem Stichwort New Work wird viel diskutiert. Und immer wieder gewinnt mensch den Eindruck, dass Begriffe wie Macht und Hierarchie schlecht wären. In beiden Fällen habe ich den Eindruck, dass hier Ursache und Wirkung kräftig vermischt werden. Hierarchie bedeutet einfach nur Über- und Unterordnung, sprich Struktur. Hierarchie gibt es. Formal oder informal. Sie existiert. Die Frage lautet, wann und wie ist sie das zielführende Mittel und wie wird Hierarchie gelebt. Selbst eine agile Organisation entwickelt eine Form der Hierarchie. Gegenteiliges zu behaupten bedeutet die Realität zu verdrängen. Selbstorganisation bildet sogar Hierarchien heraus. Ein Priorisierung im Backlog ist bereits eine Hierarchie. Conny Dethloff ist – zum Glück nicht wie ich studierter Politik- und Verwaltungswissenschaftler – damit hat er eine andere Sicht, einen anderen Zugang zum Thema und geht „unvoreingenommener“ ran. Nichtsdestotrotz trifft er den Nagel auf den Kopf:

https://blog-conny-dethloff.de/?p=4495

Entscheidungen treffen: Der Konsent als Entscheidungswerkzeug in der Organisation

Achtung! Gleich geht wieder der Verwaltungswissenschaftler mit mir durch 😉 Kleiner Scherz. Obwohl … Nein, ich halte heute keinen Vortrag darüber, dass Demokratie mehr wie eine einfache Mehrheitsentscheidung ist und das es auch jenseits konkurrenzdemokratischer Entscheidungswege auch noch andere Formen gibt. Das macht heute jemand anderes für mich. Nämlich Marcus Raitner. Mehr dazu:

https://fuehrung-erfahren.de/2019/03/gute-entscheidungen-treffen-zwischen-konsens-und-konsent/

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.