#LINKSDERWOCHE | KW 51/2017: Produktivität, Projektmanagement, Agile, Leadership, Selfleadership

Nach zwei Wochen Zwangspause – kurz vor dem Jahreswechsel – sind sie wieder da, die Links der Woche. Zum Ausgleich etwas ausführlicher als sonst 😉 Viel Spaß beim Lesen.

Produktivität

Glücklich auf Arbeit

Den größten Teil unseres Tage verbringen wir wo? Richtig, auf Arbeit. Leider – da zähle ich mich auch dazu – arbeiten wir größtenteils in Strukturen, die es uns nicht erlauben, unsere Arbeit frei einzuteilen. Das aber wiederum scheint ein Geheimnis von Menschen zu sein, die in Ihrer Arbeit förmlich aufgehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass Arbeit deswegen zwangsweise zu Qual werden muss und auch soll. Ganz im Gegenteil bin ich der Meinung, Arbeit soll Spaß machen. Nicht nur, dass es besser flutscht. Nein, ich bin der Überzeugung, dass die Qualität der Arbeit dann einfach eine wesentlich bessere ist und wir viel produktiver arbeiten. Im Blog von Stephan List habe ich eine Infografik entdeckt, die Tipps für glücklicheres Arbeiten gibt:

https://toolblog.de/2017/11/27/wie-sie-ihr-glueck-in-der-arbeit-finden/

Do It Tomorrow – eine Zusammenfassung

Seitdem ich mich mit dem Thema Produktivität intensiver beschäftigte, fällt neben David Allan auch immer wieder der Name Mark Forster, der eines der Bücher geschrieben hat, die erheblichen Einfluss auf die verschiedensten Ansätze hatten und haben. Der Titel des Buches Do It Tomorrow. Allerdings ist das Buch kein wirklicher Lesegenuss und die Kernideen ließen sich durchaus kompakter transportieren. Aber siehe da, Stephan List schafft Abhilfe, denn in seinem Blog habe ich den Hinweis auf eine brauchbare Zusammenfassung gefunden:

https://toolblog.de/2017/11/28/mark-forster-in-der-zusammenfassung/

Getting Things Done – kurz GTD – mit Google Tabellen

Ich habe zwar einiges aus GTD für mich adaptiert, aber nach wie vor ist die listenlastige Darstellung nicht meine Welt. Personal Kanban ist da doch mehr nach meinem Geschmack. Aber jeder hat so seine Eigenheiten und nicht alle Menschen sind gleich. Im Blog von Stephan List habe ich ein Hinweis entdeckt, wie Ihr mit Google Tabellen (also mit einer Cloud-Lösung) GTD umsetzen könnt. Vielleicht etwas für den einen oder anderen GTD-Fan unter Euch:

https://toolblog.de/2017/11/29/getting-things-done-mit-google-tabellen/

Besprechungen – eine endlose Geschichte

Besprechungen und noch mehr Besprechungen … es nimmt einfach kein Ende. Diesen Stoßseufzer kennen sicherlich. Ja, sie sind manchmal ein großes Übel. Aber ohne geht es ja auch nicht.  Mensch stelle sich vor, wir würden uns nicht mehr untereinander abstimmen und nur noch alle still, getrennt voneinander hinarbeiten? Funktioniert genauso wenig. Also, wie viele brauchen wir wirklich? Was ist das richtig Maß? Patrick Schönfelds Fazit: „Zusammenfassend lässt sich also sagen: lieber regelmäßige, dafür kurze, angemessen vorbereitete und auf ein einzelnes Ziel fokussierte Meetings.“ Was er damit meint, beschreibt er ausführlich hier:

http://chaosverbesserer.de/blog/2017/11/26/wieviel-meeting-ist-eigentlich-zu-viel/

Mini-Evernote für alle Plattform

Evernote und OneNote sind die großen Spieler in Sachen Notizprogramme. Während ich mich mit OneNote nach wie vor nicht anfreunden kann und nach wie vor (privat) auf Evernote setzte, gibt es natürlich auch andere Menschen, die weder mit OneNote, Evernote oder gar Google Keep warm werden können. Aber auch hierfür gibt es Alternativen. Eine davon Herbert Hertentramph in seinen Blog vorgestellt. Sie ist zwar noch entwicklungsfähig, aber hört sich recht vielversprechend an. Vielleicht werde ich Evernote doch noch irgendwann untreu 😉

http://www.notieren.de/joplin-kostenloses-mini-evernote-fuer-alle-plattformen/

Web-Clipper von Evernote für Recherchen

Und weil wir es gerade von Evernote haben. Der folgende Tipp von Herbert Hertentramph zeigt auch, wie sich die Web-Clipper-Funktion im Zuge von Recherchen nutzen und einsetzen lässt.

http://www.notieren.de/web-clipper-zitate-funktion-fuer-recherchen-nutzen/

Zeitmanagement-Methoden im Überblick

Die gängigsten Zeitmanagementmethoden zusammengefasst. Das verspricht der Artikel von Ivan Blatter in seinem folgenden Artikel. Er stellt sie nicht nur vor, sondern gibt auch noch zu jeder einen Hinweis, wann sie geeignet ist.

https://ivanblatter.com/zeitmanagement-methoden/

Resilienz

Psychische Widerstandsfähigkeit ist in aller Munde. Nicht ganz ohne Grund. Wir leben in einer hochgradig komplexen Welt, mit einer enormen Veränderungsgeschwindigkeit. Nicht die Komplexität an sich hat zugenommen, sondern die Geschwindigkeit, mit der wir neue Erkenntnisse, neues Wissen, neue Rahmenbedingungen und neuen Herausforderungen begegnen müssen. Das bedeutet „Stress“. Und zwar nicht wenig. Um damit klarzukommen, braucht es eben jene psychische Widerstandskraft. Folgt mensch dem Blogpost von Leo Babauta lässt sich Resilienz trainieren und steigern, wobei ich beim Lesen seines Blogpost unwillkürlich das Gefühl hatte, dass vieles hier auch mit Geisteshaltung zu tun hat. Wer offen gegenüber Veränderungen ist, der tut sich leichter mit Veränderungen, wie jemand der Veränderungen als Bedrohung wahrnimmt.

https://zenhabits.net/resilience/

Pläne erfolgreich in die Tat umsetzen

Einer der Schlüssel zur Produktivität sind Gewohnheiten. Aber Gewohnheiten an- und abzutrainieren ist gar nicht so einfach. Es gibt dann doch nicht gerade geringe Anzahl an Hindernissen und Fallstricken, die uns da im Weg stehen, wenn wir uns z. B. vornehmen täglich zu meditieren (ich habe bereits drei Versuche hinter mir, die in die Hose gingen – der nächste Versuch folgt 😉 ) Interessant an dem folgenden Artikel von Leo Babauta finde ich, dass er zum einen auflistet, was da so alles ursächlich sein kann (hilft ein besseres Verständnis zu entwickeln) und gibt Tipps, wie es uns gelingt ein Stück besser zu werden, wenn wir uns neue Gewohnheiten antrainieren wollen:

https://zenhabits.net/wiggleroom/

Fokus, Fokus und nochmal Fokus

Neben Gewohnheiten dürfte fokussiertes Arbeiten der zweite wesentliche Baustein ausgeprägter Produktivität sein. Leider ist in unserem modernen Zeitalter mit ihren x Kommunikationskanälen fokussiertes Arbeiten nicht einfacher geworden. Eher noch schwerer. Wenn mensch dann auch noch vielseitig interessiert ist, ist fokussiertes Arbeiten verdammt schwer. Aber auch das lässt sich trainieren. Leo Babauta hat hierfür ein kleines Programm entwickelt:

https://zenhabits.net/single-tasking/

Projektmanagement

Standards – richtig eingesetzt sinnvoll

Standards sind sinnvoll. Unter einer Voraussetzung, dass mensch sie sinnvoll einsetzt. Sinnvoll heißt, dass wir diese als Hilfsmittel, nicht als in Stein gemeißelte Naturgesetze betrachten. Sie bieten Orientierung und einen roten Faden, an dem wir uns lang hangeln können. Mehr zum Thema Standards in Projektmanagement hat Holger Zimmermann im folgenden Blogpost verfasst, den ich Euch wärmstens als Lektüre empfehle:

http://blog.projektmensch.com/2017/11/27/richtig-eingesetzt-machen-projektmanagement-standards-projektarbeit-produktiv/

Agile

Sprint-Vorhersagen als überprüfbare Erwartungen

Agile Ansätze zeichnen sich durch eine ausgeprägte empirische Vorgehensweise aus. Empirisch bedeutet: es wird eine Hypothese aufgestellt und deren Wirksamkeit überprüft in der Realität überprüft. Anhand des Ergebnisses der Überprüfung wird das die Hypothese modifiziert und erneut überprüft usw. usf.  So zumindest hätte ich es ausgedrückt, Yuval Yeret hat hierfür eine andere Wortwahl gewählt, die sich weniger wissenschaftlich anhört 😉

https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-sprint-forecast-expectation

„Falsche“ Mythen des Scrum über Kanban und umgekehrt

Über (agiles) Kanban und Scrum kursieren viele Mythen und Missverständnisse. Einige davon versucht Steve Porter in seinem folgenden Artikel, der insbesondere die Kombination der beiden Ansätze im Visier hat, zu entkräften.

https://www.scrum.org/resources/blog/what-scrum-gets-wrong-about-kanban-and-what-kanban-gets-wrong-about-scrum

Scrum-Mythen entzaubert – Teil 6 bis Teil 8

Barry Overeem Artikelserie über Scrum-Mythen war schon mehrfach Gegenstand der Links der Woche. Heute verlinke ich an dieser Stelle die Folgen 6 bis 8, in der Hoffnung, dass sie ebenso lehrreich für Euch sind, wie für mich.

Teil 6: Der Product Owner als Stellvertreter der Anspruchsberechtigten?

Der Product Owner oder Produkteigentümer wird gerne als Stellvertreter der Anspruchsberechtigten definiert. Das ist leider etwas irreführend, da es seiner Aufgaben nicht wirklich gerecht wird. Zwar ist der nach Scrum Guide derjenige, der den Kontakt zu den Anspruchsberechtigten hält, aber eben nicht als Stellvertreter im klassischen Sinne:

http://www.barryovereem.com/myth-6-the-product-owner-is-a-proxy-for-stakeholders/

Teil 7: Der Scrum  Master muss jedes Problem lösen?

Aufgabe der Scrum Masters ist es nicht die Probleme für andere zu lösen, sondern die Problemlösungskompetenz des Teams zu steigern. Oder mit anderen Worten seine Aufgabe besteht darin, sich möglichst „überflüssig“ zu machen. Bedauerlicherweise wird die Rolle des Scrum Masters oft als „Problemlöser“ für alle Fragen des Scrumteams verstanden.

http://www.barryovereem.com/myth-7-the-scrum-master-must-resolve-every-problem/

Teil 8: Der Scrum Master als agiler Jung-Coach?

Es gibt wohl – mir persönlich ist es bisher noch nicht untergekommen – die nicht seltene Vorstellung, dass Scrum Master die „Junior“-Version von agilen Trainern wären bzw. im Umkehrschluss die Vorstellung, dass agile Coaches nicht notwendig sein. Beides ist allerdings nicht wirklich korrekt, wie der folgende Artikel hervorhebt.

http://www.barryovereem.com/myth-8-the-scrum-master-is-a-junior-agile-coach/

Herausforderung des Daily Stand-up

Auch wenn mensch auf den ersten Blick meinen mag, dass der Daily Scrum problemlos bewältigbar ist. Sind ja nur 15 Minuten Austausch. Pustekuchen. Nur weil es leicht aussieht, muss es nicht einfach sein. Einige der Herausforderungen, die Euch begegnen können, beschreibt Shreehari Narayana im folgenden Artikel. Passend hierzu liefert er Euch auch ein paar Tipps, wie ihr damit umgehen könnt.

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/november/challenges-in-daily-stand-up-meetings

Die Bedeutung des Sprint-Ziels für den Erfolg

Die wichtigste Frage – nicht nur im agilen Umfeld – ist für mich die berühmte Frage nach dem Warum. Übertragen auf Scrum heißt dies, warum machen wir den Sprint? Was wollen wir erreichen? Ausfluss dieser Frage ist letztendlich das Sprint-Ziel oder mit den Worten von Deepak Agnihotri ausgedrückt: das Sprintziel bestimmt den Erfolg des Scrum-Teams im Sprint.

https://www.scrumalliance.org/community/articles/2017/november/the-importance-of-the-sprint-goal-for-the-success

Zuviele Besprechungen?

Der Scrum Leitfaden kennt 4 Formen von Besprechungen (Daily Scrum, Scrum Planning, Scrum Retrospektive, Scrum Review). Da kommt schon einiges zusammen. Da könnte mensch schon auf die Idee kommen, dass all diese Besprechungen tote und unproduktive Zeit sind, die anderweitig genutzt werden könnte. Allerdings erfüllt jedes dieser „Besprechungsformate“ eine wichtige Roll  e in der Teamkommunikation und trägt im wesentlich dazu bei, dass Scrum-Teams überhaupt produktiv arbeiten können. Dazu mehr im folgenden Blogpost von Mike Cohen, einem der agilen Urgesteine:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/do-scrum-teams-meet-too-much

Agilität, Vertrauen, Zutrauen, reflexive Prozesse

Wie funktioniert Management in agilen Organisationen und welche Rolle hat Management in einer agilen Organisation, ist Thema einer kleinen Video-Reihe von Boris Gloger, zu dem auch das folgende Video gehört. Kernthema sind reflexive Prozesse, die wesentliches Kernelement in agilen Organisationen ausmachen. Interessanterweise unterscheidet er im Video zwischen Vertrauen und Zutrauen, was mich im ersten Moment zugegebenermaßen irritiert hat und zunächst einen Abwehreffekt ausgelöst hat, der sich weiteren Verlauf allerdings wieder aufgelöst hat.

https://blog.borisgloger.com/2017/12/05/video-agilitaet-das-managen-von-unsicherheiten/

Management und Leadership

Führungsgrundsatz: Stärken stärken

Es ist, was Wahres dran – das Erste was uns immer auffällt, ist was nicht funktioniert. Und im nächsten Schritt versuchen wir genau diese auszumerzen. Dabei gäb es einen viel einfacheren Weg, der ein wenig an EKS-Strategie von Wolfgang Mewes erinnert. Im folgenden Video empfiehlt Boris Gloger den Fokus auf eine stärkenbasierte Organisationsführung. Ein spannender Gedanke, der sich auch in vielen Dingen, mit Beobachtungen aus anderen Themenfeldern deckt:

https://blog.borisgloger.com/2017/12/12/video-fuehrungsgrundsatz-1-staerken-staerken/

Führungsverhalten reflektieren

Das eigene Führungsverhalten reflektieren ist eine Kernfähigkeit jeder guten Führungskraft. Für die Reflexion braucht es allerdings eine Referenz, die Orientierung bietet, um Soll und Ist miteinander zu vergleichen. Dafür muss das Rad nicht neu erfunden werden, wie Markus Raitner in seinem Blog schon mehrfach dargelegt hat. Auch im Folgenden Blogpost greift er – was mich noch vor ein paar Wochen zu einem erstaunten Ausruf – verleitet hat, auf „ungewöhnliche“ Orientierungsrahmen ab. Vor ein paar Wochen waren es die sieben Todsünden der katholischen Kirche, im Folgenden sind es die Lehren des Yogas. Wieder etwas dazu gelernt, wenn ich persönlich dann doch lieber Klassiker der Philosophie bevorzuge.

https://fuehrung-erfahren.de/2017/12/fuehren-wie-ein-yogi-fuenf-prinzipien-zum-umgang-mit-der-welt/

Führung ist in erste Linie Selbstführung

Es dürfte wohl kaum jemanden geben, der Peter F. Druckers Satz zum Thema Führung und Selbstführung nicht kennt. Und doch ist es in der praktischen Umsetzung nicht immer ganz einfach. Voraussetzung, dass erkannte bereits schon Drucker, ist, dass wir uns genau und gut kennen. Eine Anregung das Thema Selbstführung wieder – passend zum Jahreswechsel – in den Fokus zu rücken, bietet der folgenden Blogpost aus der Feder von Markus Raitner:

https://fuehrung-erfahren.de/2017/12/nur-wer-sich-selbst-fuehren-kann-kann-andere-fuehren/

Fokus Selfleadership

Zur Vertiefung des Themas Selbstführung bietet sich eine neue Artikelreihe im Blog von Heinz Peter Wallner an, der sich intensiv mit dem Thema – nicht nur in der jüngeren Zeit – beschäftigt hat. Mehr dazu:

http://hpwallner.com/fokus-self-leadership-eine-neue-artikelreihe-aspekte-fuer-das-fuehrungskraeftetraining/

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